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Geschichte

War das Volk der Goten das Volk Gottes und nicht die Juden?

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Es ist kein Zweifel, dass unter der männlichen und weiblichen Jugend der Arier Auslesekämpfe im Weihefrühling stattfanden. Der „Brautlauf“ geschah ursprünglich nicht paarweise sondern in Scharen. Die schnellsten und tüchtigsten vereinigten sich als die ersten am geforderten Ziel, das vielleicht das Heiligtum auf einem Berge war, die anderen paarten sich nach Maßgabe ihres Eintreffens am Ziel und der Geschicklichkeit im Überwinden der Hindernisse.

Der Mensch von heute kann sich schwer vorstellen, dass es eine Zeit gegeben hat, in der die bewußte Hochzucht des Menschen das Hauptziel einer Führerschaft gewesen ist. Viele tausend Jahre lang bestanden unter der Aufsicht einer arischen Weltleitung Einrichtungen zu diesem Zwecke, die in streng gebundenen Ritualen der Menschenzucht dienten. Wir bilden uns heute sehr viel darauf ein, dass es bei uns keine solchen Zwangsmaßnahmen mehr gibt, dass die freie Gattenwahl eine der wichtigsten Errungenschaften sei, und vergessen dabei, dass es unter hundert Ehen kaum eine gibt, die ihren Zweck, die Erzielung einer gesunden Nachkommenschaft, vollkommen erfüllt. Der Wissende sieht mit Grauen den weiteren körperlichen und sittlichen Verfall einer Menschheit, die allen Krüppeln, Kranken, Minderwertigen, Verbrechern, Belasteten die Ehe, die freie Gattenwahl und unbeschränkte Fortpflanzung gestattet.

Das Ergebnis liegt vor jedem Urteilsfähigen in seiner ganzen Furchtbarkeit offen da. Der Anmarsch des Untermenschen ist die Folge solcher Un-Kultur.

In allen Teilen der Erde, in Europa, Asien, Afrika und Amerika, überall finden sich solche heiligen Menschenzuchtstätten, an ihrer Anlage noch erkennbar, wenn diese nicht zerstört oder von Städten, Burgen und Kirchen überbaut wurden. Namen wie Paradies, Babilon, was Vaterland oder Vaterort bedeutet, Irrgarten, „Labyrinth“, Triberg, Walburg, „Troja“- Namen, „Hag“-Orte, „Bannwälder“, Schwedenschanzen, die eigentlich S u e v e n – Schanzen in den allermeisten Fällen sind und heißen müßten, deuten auf alte Zucht-Gärten hin. Es war die große Zeit des Ariertums auf Erden vor etwa 5000 Jahren, als diese Einrichtungen in hoher Blüte standen, die ein Heldengeschlecht heranzüchteten, deren lebende Zeugen noch die besten und schönsten Menschen unserer Rasse sind, wenn auch kaum mehr ein Mensch unter uns alle die Eigenschaften in sich vereint, die damals alltäglich waren.

In der Edda hat sich noch die Erinnerung an ein Beispiel dieser Hochzucht erhalten, die Stelle nämlich, wo in der Geschichte von den Wälsungen die Gestalt Siegfrieds beschrieben wird:

„Sein Haar war rotblond von Farbe und herrlich anzuschauen und fiel in großen Locken herab, der Bart war dicht und kurz und von der gleichen Farbe. Er hatte eine hohe Nase und ein volles, starkbeinichtes Antlitz; seine Augen waren so scharf, dass wenige nur wagten, ihm unter die Brauen zu blicken. Seine Schultern waren so breit, als sähe man zweier Männer Schultern; die Gestalt war ganz ihm selber zugeschnitten in Höhe und Fülle und zwar solchermaßen, wie es sich aufs beste zum Ganzen schickte. Und das ist ein Merkmal seiner Leibeslänge: wenn er sich mit seinem Schwerte gürtete, das sieben Spannen lang war, und er durch ein ausgewachsenes Roggenfeld schritt, berührte der Tauschuh am Schwerte gerade die aufrecht stehenden Ähren. Seine Kraft war noch größer als sein Wuchs. Er war ein so weiser Mann, dass er noch ungewordene Dinge voraus wußte. Er war wohlberedt und schlagfertig und hub niemals an, über eine Sache zu reden, oder ließ auch nicht eher davon, bis dass es allen schien, es könne nicht anders sein, als wie er sagte. Es galt ihm eine Freude, seinen Leuten Hilfe zu leisten und sich selber in großen Taten zu versuchen. Nie mangelte ihm der Mut und niemals war er furchtsam.“

Man versteht, dass, wo solche Menschen Vorbild sind, die Masse des Volkes ihm in seinen äußeren und inneren Werten nahekommt. Hochkultur und menschenwürdiges Dasein ist ohne Hochzucht der Menschen ein unerreichbares Ziel, das lasse man sich gesagt sein.

Aus der Heiligen Wahl-Burg-Nacht unserer unmittelbaren Ahnen, mit dem Wahl-Burg-Kult, der die göttergleichen Geschlechter arischen Geistes- und Blutadels schuf, wurde der Spuk der Walpurgis-Nacht; aus den edlen Hage-Disen, den Hag-„Göttinnen“, göttlich anmutenden Wunschgestalten hehrster Weiblichkeit wurden die „Haxen“ oder „Hexen“ aus christlicher Verdummung und Vermummung. Diese Hage-Disen, die „Hexen“ waren es, die durch die untermenschlichen Mächte in der Kirche ausgerottet wurden durch die Schmach der Hexenprozesse. Die „Hexen“ waren Frauen mit großen Fähigkeiten, mit der Gabe der Vorschau und unabhängigen Geistes, das größte Hindernis für die Kirche in ihrem Bestreben der Knebelung der Geister und Leiber.

Sie waren die Nachfolgerinnen der Wal-Kyren, ein Wort, das auch mit dem Wal-Burg-Kult zusammenhängt. Die Walküren gehörten zu den auserwählten, hochgezüchteten Frauen bei den Germanen, die das Recht der selbstbestimmenden Gattenwahl hatten, ein Rest aus den Zeiten des Mutterrechtes, das in der arischen Kulturwelt in bestimmtem Umfange immer in Kraft blieb, und einer weisen Hoch-Zucht zu dienen hatte. Tatsächlich wählt ja auch heute noch die hochstehende Frau den Gatten, indem Sie sich den Einen nimmt unter der großen Anzahl der Werber. Mutterrechtliche und vaterrechtliche Einrichtungen liefen in den alten arischen Kulturen gleichberechtigt nebeneinander her. Nur wo das Gleichgewicht dieses Verhältnisses durch Rassendämmerung gestört wurde, setzte sich das Vaterrecht oder das Mutterrecht einseitig durch.

Das Wort Wal-Kyre kann man verschieden lesen. Einmal als „Wahl- Herrin“, wenn wir Kyre oder kyrr als Herr und Herrin lesen, wozu wir durchaus befugt sind. „Kyrie eleison“! (in der Christenkirche: „Herr, erbarme dich!“) Aber wir können in Wahl auch das Wort Kampf erkennen und dann Kampf-Wahl oder Kampfwählerin lesen, denn wal ist altnordisch Kampf und das deutsche Kyren heißt heute noch wählen. In „Kyren“, „kirren“ aber steckt noch ganz deutlich ein zuchtwählerischer Inhalt, der uns zeigt, dass die Wal-kyre das hochgezüchtete Weib war, das dem schönsten, stärksten und klügsten Helden, „der sich nicht fürchten konnte“, Kinder schenkte.

Zwei Stellen aus der Edda seien hier als Beleg angegeben, die eine aus dem wundervollen „Helgelied“, wo die Walküre Siegrun aus den Lüften dem Helge zu Hilfe kommt und ihn zum Gatten erwählt. Wir müssen hier unwillkürlich an die Überlieferung denken, die den Hexen auch die Fähigkeit zuspricht, durch die Lüfte zu reiten, auf dem Besen, d. h. „kalisch“, verhehlt, mit Hilfe des Bösen.

Da kams zur Entscheidung! Es hatten zum Kampfe
Beim Feuergebirg sich die Fürsten geladen!
Da ward zwischen Feinden der Friede zerrissen,
Und hungrige Wölfe umschlichen die Walstatt. —
Ermattet vom Streit saß am Adlerstein Helge,
Erschlagen lag Hundings ganzes Geschlecht.
Da brachs wie ein Leuchten aus flammenden Bergen,
Und lohende Blitze leckten aus Wolken,
Da glitzerten Helme auf himmlischen Auen,
Vergoldete Brünnen, gerötet von Blut,
Und glühende Funken auf Speerspitzen stunden:
Das war Siegrun, die suchte den Helge.
Gleich fragte der Fürst die göttlichen Frauen,
Ob heimwärts sie wohl mit den Helden noch ritten
In selbiger Nacht? — Da suchten von neuem
Sie Kampf zu beginnen; schon knarrten die Bogen,
Doch Hagens Tochter stillte vom Hengste
Das Lärmen der Schilde und sprach zu dem Frager:
„Anderes, meine ich, meiner noch wartet — —
Ich liebte dich längst schon von ganzem Herzen,
Bevor ich gesehen dich, Wälsungensohn!“

Diesen Bildern liegt die Tatsache zugrunde, dass die Fähigkeit der Spaltung der Person in alten Zeiten noch verbreiteter war durch geistige Übungen als heute, und jene Menschen konnten sehr wohl andern erscheinen an einem entfernten Orte, während sie schliefen oder in tiefer Versenkung sich befanden, eine Kunst, die heute noch in der ganzen Welt von Wissenden geübt wird. Sie ist vielen Naturvölkern bekannt, während die rein verstandesmäßigen Völker des Abendlandes solche Fähigkeiten und Kenntnisse fast völlig verloren haben.

Es ist die „Wunschkraft“ der Wunschsöhne und der Wunschmaiden, wie sie die Edda nennt, die sie zu „Halbgöttern“ und „Halbgöttinnen“ macht, mit anderen Worten, es ist die Beherrschung aller magischen Kräfte im Menschen. Es handelt sich um Tatsachen und Möglichkeiten, die man bisher überheblich „abzulehnen“ gewohnt war, mit dem Erfolge, dass man damit selber „abgelehnt“ ist von jedem tieferen Eindringen in die unergründliche und unerschöpfliche Menschennatur.

Die zweite Stelle befindet sich im „Rigsmal“, dem „Liede von der Entstehung der Stände“, wie ich es genannt habe in meiner Übersetzung, wo erzählt wird, dass dem jungen Rigr, dem jungen König, dem „Könner“ auch das „fogla kyrra“ gelehrt würde. Die „Stelle“ wäre wörtlich zu übersetzen mit „Vögel kirren“, also „Vögel fangen“. Wer aber die Geheimsprache der alten Mythen richtig erfaßt hat, der kann sich mit solchen Erklärungen auf unterster Ebene nicht zufriedengeben. „Fogla kyrra“ ist hier zweifellos die Kunst der Zeugungs-Wahl, der Gattenwahl.

„Fogla“ findet in den meisten Sprachen heute noch eine Entsprechung für zeugen und ist mundartlich vor allem im Deutschen belegt. Solche Reste alter Wortbedeutungen kommen nicht von ungefähr, sondern haben sich im Sprachgute des Volkes wunderbar frisch erhalten.

Die „Kunst der Gattenwahl“ wurde nun von den Führern gelehrt und geübt durch die Feststellung, welchem Menschenbilde nach den Einflüssen der Tierkreiszeichen die beiden Ehewilligen durch die Zeit der Geburt angehörten. Die uralte „Königliche Kunst“ der Sterndeutung war die Grundlage der Bildung der Führermenschheit in früheren Zeiten und Stand auf einer hohen Stufe der Lehre und der Erfahrung. An der Hand dieser Kenntnisse konnte man nicht nur die nach kosmischen Erfahrungstatsachen zusammengehörigen Gatten bestimmen, sondern auch durch die Wahl der Gattungszeit bestimmte Menschenbilder nach den Tierkreiszeichen geboren werden lassen nach Belieben, ja man konnte die Horoskope der künftigen Menschenkinder sehr weitgehend beeinflussen durch die Bestimmung der Stunde der Empfängnis und damit auch annähernd der Zeit der Geburt, der Planetenstellungen und der besonderen Bedingungen, unter welchen die Gezeugten geboren werden sollten.

Darum bevorzugte man besondere Gattungszeiten zu gewissen Festen, die im Jahreslaufe günstig lagen für die Geburt bevorzugter Menschentypen. So ergab die Zeugung zur Sommersonnenwende die brauchbaren Widdermenschen, Kämpfernaturen, nach dem Stande der Sonne Ende März. Die Zeugung zur Zeit der Walpurgisnacht, die übrigens zeitlich etwas früher gelegen haben mag, ergab zu Anfang Februar die mehr geistig bestimmten Menschen mit der Sonne im Wassermann.

So wären wir auch heute imstande, die Zeugung bestimmter Menschenarten nach dem Einfluß der Gestirne zu züchten, wenn wir uns die Erfahrungen einer auf streng wissenschaftlichen Grundsätzen aufgebauten Astrologie zunutze machen würden, wie es die Alten taten, was aus vielen alten Nachrichten hervorgeht.

Jedenfalls überließen sie Empfängnis und Geburt niemals dem Zufall und der Willkür aus mehr oder weniger alkoholerregten Stimmungen, denen die Mehrzahl unserer Zeitgenossen ihr Dasein verdankt, weshalb wir auch in einer furchtbaren Un-Kultur der Zufälligkeiten verkommen, aus der uns erst wieder eine schicksalgebundene höhere Erkenntnis der Weltzusammenhänge erlösen wird. Wir sind bei aller „Intelligenz“, wenn es sich darum handelt, den Mitmenschen zu übervorteilen, doch erschreckend unklug, weil wir dabei unseren wahren Vorteil doch aus den Augen verlieren und in Millionen ein Leben der Entbehrungen führen, unfähig, es menschenwürdig auch nur für einen Bruchteil zu gestalten. Wir übertreffen uns mit Rekorden der Geschwindigkeit in der Fortbewegung und können den einzigen Vorteil daraus nicht gewinnen, um den es sich verlohnen würde, täglich mehrere Male die Erde zu umrasen, nämlich Zeit für uns zu sparen. Im Gegenteil, je schneller wir den „Verkehr“ bewältigen, desto „verkehrter“ ist das Ergebnis, denn mit jedem Tage haben die armen Menschen weniger Zeit für sich selbst. Sie versklaven sich rettungslos aus einem unstillbaren Mangel an Zeit.

Aber Zeit haben ist alles! Wer Zeit hat, hat Geld! Das heißt, er braucht kein Geld. Das ist aber ein unlösbarer Widerspruch. Wer sich also Zeit nimmt, hat schon Geld, und wer Geld nehmen muß, hat keine Zeit, wie alle jene, die viel Geld haben und doch keine Zeit.

Selbst zum Zeugen haben solche Menschen keine Zeit mehr, und man wird zur künstlichen Befruchtung in ärztlich geleiteten Anstalten übergehen, wenn man nicht bei dem bewährten alten Mittel der Stellvertretung durch den mittellosen aber zeitreicheren Hausfreund verbleiben will.

Den Unterschied der Einstellung zu diesen Menschheitsfragen möge ein Gebet kennzeichnen, das in den „Upanischaden“ der arischen Inder erhalten ist und bei der Zeugung eines Kindes gesprochen wurde:

„So laßt uns denn zum Werke schreiten,
Die Samen in einander leiten,
Ein Kind, ein männliches Bereiten.“

Der Mann enthüllt den Schoß des Weibes und spricht:

„Tut euch auseinander, Himmel und Erde!“

Nachdem er sich sodann mit ihr vereint und Mund auf Mund gefügt, streichelt er ihr dreimal das Haargeflecht und spricht:

„Vischnu soll deinen Schoß erbauen,
Washtar die Formen wohl behauen,
Prajapati soll dich benetzen,
Dhatar in dich den Fruchtkeim setzen. —
Reich, Göttin, mit den breiten Zöpfen,
Reich, Sinivali, Frucht ihr dar,
Frucht soll dir der Asvinen schöpfen
Lotosbekränztes Götterpaar!“

Das Zwillingspaar der Asvinen, Söhne des Djaus-Piter, des Ju-piter, des Zeus-vater sind die schönsten der Götter. Das war ario-indische bewußte Zuchtwahl, die sich streng in Kasten abschloß, um das helle Blut in den Führerkasten der Priester und der Krieger zu bewahren. Nicht anders standen die Dinge noch in Germanien zu Beginn unserer Zeitrechnung. Der Römer Tacitus weiß zwar nichts über die Grundsätze der Menschenzucht bei den Germanen zu berichten, aber er schildert eindringlich ihre Ergebnisse in Kap. 20 der „Germania“.

„Durchweg im Hause nackt und dürftig, wächst die Jugend heran zu der Leibesgestalt, die wir anstaunen. Spät erst gelangt der Jüngling zu Liebesgenuß, daher die unerschöpfte Manneskraft, auch mit den Jungfrauen eilt man nicht, ihr Jugendleben ist das gleiche, ihr Wuchs von derselben Höhe. So in der Gesundheit Fülle paaren sich Jüngling und Jungfrau, und von der Eltern Vollkraft geben die Kinder Zeugnis. Je größer die Zahl der Verwandten und Verschwägerten ist, desto freundlicher gestaltet sich das Alter. Kinderlosigkeit hat keinen Vorzug.“

Die Pflege dieser uralten Ehewahl- und Sittengesetze war ein Teil der „Rita“.

Nach altem Herkommen wurden die Erkenntnisse der Menschenzucht mündlich von Geschlecht auf Geschlecht fortgeerbt. Die Scalden und Weihefrauen wurden zu diesem Volksdienst in den Priesterschulen in langer Ausbildungszeit erzogen, an heiligen Stätten, die heute meist unsere Klöster und Kirchen einnehmen.

Die Germanen waren die letzten Träger dieser kostbaren Überlieferungen, und wir tun gut, unser Haupt vor solcher Menschenweisheit zu neigen, denn es gibt kein höheres und edleres Werk als edle, schöne, starke und gute Menschen zu zeugen, dann schaffen wir von selbst auf Erden schon das Paradies. Der höchste Wunsch, reine Erkenntnis und wahre Religion, ist nur auf dem Wege über den Über- Menschen zu erreichen, alle anderen Bemühungen sind fruchtlos, weil der edle Mensch allein der Träger edler Bestrebungen auf die Dauer sein kann. Es ist erstaunlich, dass solches Wissen und Können der Menschheit verloren ging. Das war nur möglich durch das allmähliche Aufkommen des Untermenschen, als das Zuchtziel der Aufforstung, der Auffirstung der unteren Menschheit durch die Beimischung der Gottmenschen überschritten wurde und durch wahllose Vermischung das Wirrsal auf Erden herrschte, die Menschen sich nicht mehr verstanden, denn auch ihre Sprache zersetzte sich mit dem größeren oder geringeren Anteil am göttlichen Blute.

Die Sprache ist ein Rassenbestandteil, wenn auch Sprache und Rasse heute rettungslos vermischt und vertauscht erscheinen. Innerhalb bestimmter Grenzen ist Rasse immer noch sprachändernd tätig, sei es durch Erhaltung der höheren Sprachform oder durch ihre weitere Vernachlässigung.

Die Germanen pflegten noch diese heilschaffenden Sitten und Gebräuche, als die Römer längst unter schlechten Gesetzen entarteten. Die Römer überlieferten schon aus dem Grunde so wenig über die Germanen, weil ihr Verständnis nicht mehr für den Tiefengehalt der ur-kultischen, d. h. der kultur-schöpferischen Einrichtungen der Germanen ausreichte, und in einer Zivilisationsverflachung schon alle Verbindung mit dem ur- mütterlichen Weltgrunde verloren hatte. Weil nun in Germanien noch eine Ur-Kultur keinen „Handel und Wandel“, kein öffentliches Schrifttum, keine Verbürgerlichung, die immer zur Auflösung führt, gestattete, sondern noch heilige Bindung des Volkes in Rasse und Religion geheimnisvolles Schweigen nach außen forderte, so erscheint uns dort eine Leere zu herrschen, die aber lediglich in unserer und der Römer Unkenntnis über die wahren Zustände bei dem ersten Volke der Erde besteht. Wenn heute Europa von Neger- oder Mongolen-Riesenheeren überschwemmt würde, so bliebe für die Nachgeborenen kaum eine Nachricht übrig über den hohen Stand der Technik und des Verkehrs, der unsere Zeit auszeichnet, von dem Schrifttum und allen anderen geistigen Erzeugnissen ganz zu schweigen.

So ungefähr haben wir es uns zu erklären, weshalb wir so spärlich unterrichtet sind über unsere Vergangenheit. Eine nur in sich gleiche ur-kultische Gemeinschaft mit eigentümlichen Anschauungen, Sitten und Gebräuchen wurde allmählich unter dem Anlauf einer entheiligenden Zivilisation, die auch eine Syphilisation, geistig und leiblich, wurde, erstickt.

Im Kult der Walburgen suchten Jünglinge und Mädchen nach langen Jahren der Schulung und schweren Prüfungen des Leibes und der Seele im „Wahlkampfe“ zur Ehe sich zu finden, um art-schöne und art-reine Nachkommen zu zeugen, in denen sich die hervorragenden Rasse- Eigenschaften der Eltern noch steigern sollten. Aus dieser Erwägung heraus war auch die Geschwisterehe gestattet, ja sogar geboten, wenn ein besonders hohes Zucht-Ziel zu erreichen war.

So verbindet sich Sigrun in der Wälsungen-Sage der Edda mit ihrem Bruder, als sie keine zur Rache tüchtigen Söhne von ihrem Gatten erhalten konnte. Aus der Verbindung von Bruder und Schwester aus dem Wotansgeschlechte der Wälsungen würden diese tauglichen Nachkommen sich sicher ergeben.

Inzucht bedeutet niemals Schwächung hervorragender Erbanlagen, sondern ihre Steigerung, wie uns die Erfahrung in der Tierzucht lehrt. Eine Gefahr besteht erst, wenn eine Steigerung nicht mehr möglich erscheint, oder wenn krankhafte, fehlerhafte Neigungen und Anlagen mit vererbt werden. Bei an sich hoher Zucht fallen diese Bedenken weg und in den Führergeschlechtern aller alten Kulturen auf der ganzen Erde finden wir die Geschwister-Ehe als eine hochgeschätzte Einrichtung.

Sie wurde erst unsittlich unter der Herrschaft unzüchterischer und darum unzüchtiger Mächte. Im gegenwärtigen Zustand der Menschheit wäre sie allerdings nicht ohne weiteres zu empfehlen und müßte auf Ausnahmen beschränkt bleiben.

Die nach dem Sonnen-Rhythmus, Sonnen-Ritus gepflegte Zuchtwahl, machte die Arier zum Herren-Volk auf der Erde. Reinheit, Treue, Geist, Wahrhaftigkeit, Innerlichkeit, Gesundheit sind Auswirkungen der Zucht reinen, edlen Blutes. Man gebe solchen Menschen die Macht in die Hand und sie würden in kurzem alle Völker und Staaten in Frieden und Wohlfahrt leiten. Vergleichen wir die Machthaber heute in Europa mit den Vorbildern, die wir hier schildern, und wir werden uns überzeugen, dass es nur auf die Ergebnisse der Zucht oder Un-zucht ankommt, die führend ist und nicht auf andere Gründe, die genannt werden, um das herrschende Unheil zu entschuldigen.

Auf schroffen Felsen, auf steilen, von Wällen und undurchdringlichen Hecken umgeben, in Moor oder Sumpf, je nach den Gegebenheiten der Landschaft, waren die Walburgen und Tanzplätze aufgebaut. Rosendorn war dabei bevorzugt, wie wir noch aus dem Märchen vom Dornröschen erfahren. Mancher „Ritter“ blieb in den Dornen hängen, bevor er die Jungfrau, die ihm bestimmt war zu erlösen, erblickte im Kreise ihrer Gefährtinnen im freien Raume hinter dem schützenden Ringe. Bei besonders edlen Frauen waren wohl die Bedingungen erschwert. Eine wabernde Feuerlohe umbrauste die Braut, wie uns der Ritt Siegfrieds durch den Flammenring verrät, als er sich Brünhilde, die Wal-Küre, er- kürte. Diese Sage bestätigt uns auch, dass die Menge der eindringenden Bewerber keinen Zwang ausübte, dass den Frauen vielmehr die Wahl blieb, den ersten besten der Andringenden abzuweisen.

Man muß sich die Durchführung der Gattenwahl so denken, dass aus einem bestimmten engeren Volks- oder Schulkreise die Jünglinge und Jungfrauen zum großen Hochzeitsfeste zusammengefaßt wurden und dass schon vorher die Wahl mehr oder weniger getroffen war. Immerhin blieb dem Weibe noch die Möglichkeit, sich eines Besseren zu bedenken, wenn der in Aussicht Genommene sich bei der letzten großen Prüfung, der Erstürmung des „Frauenberges“ als feige und untauglich erwies.

Wie wir aus den isländischen Sagas unterrichtet sind, legte die Frau den größten Wert auf die Furchtlosigkeit des Gefährten, weil sich mit Furchtlosigkeit auch alle andern edlen Eigenschaften verbinden, Feigheit aber, wie die Gegenwart zeigt, das Grundlaster der Menschen ist.

Unsere Zeit krankt an ihrer Feigheit in allen Lagen und Fragen. Sittliche und bürgerliche Feigheit ist die Krankheit, die Pest, die Seuche der Gegenwart. Wirklich gesunde Menschen sind niemals feige, also sind wir bis in den Kern faul und krank. Die Feigheit unserer Gesellschaft allen Lebensnotwendigkeiten gegenüber ist die Ursache aller unserer Gebrechen. Hätten wir den Mut zur Wahrheit, dann wären wir alle wieder gesund mit den gesunden Verhältnissen, die der Mut zur Wahrheit von selber bringt.

Ein Blick in jede Landschaft unserer Heimat öffnet dem gelehrigen Schüler die Augen. Sind es nicht überall dieselben Namen, die in Wald und Flur wiederkehren?: hier ein „Osterholz“, dort ein „Rosenhagen“, hier ein „Triberg“, dort ein „Fieren-(Feuer-)stein“, ein „Hasengarten“, ein „Dornberg“, ein „Tanzplatz“, meist ein Hexentanzplatz, die vielen „Wal- und Wahlburgen“ mit und ohne Wall-fahrten, ein „Bann-Wald“, ein „Paradies“, eine „Saalburg“, ein „Mägdeberg“, eine „Frauenburg“, ein „Heilbronn“, „Wichtel-Luiten und Sigberge“. Wir führen nur eine kleine Auswahl an, jeder vermag, wenn er nur aufhorchen und aufsehen lernt in seiner engeren Heimat, neue Bestätigungen finden, neue Namen nennen, die alle auf den Walburg-Kult der Alten hinweisen.

Wo gibt es keine Quellen, Grotten, Kapellen, zu denen nicht Frühlingswallfahrten, — Wahl-fahrten sind heute noch die Wall-fahrten in katholischen Gegenden — unternommen werden?

Das sind alte Sitten und Bräuche, die unserer Untersuchung harren und um unseren Schutz bitten, dass sie nicht vergessen werden.

Nun wird man antworten: Woher nahmen die alten Germanen solches Wissen? Sie hatten doch keine Schulen und keinen höheren Unterricht. Oh, wie unwissend sind wir doch in Bezug auf unsere eigenen Dinge. Wissen wir nicht einmal, dass unsere drei-, sechs- und neunstufigen Schulen ihre Einteilung aus den Schulen unserer Vorväter übernahmen, die in den Mysterien-Kult-Schulen auf der ganzen Erde Geltung hatten.

Es würde zu weit führen, diesen Dingen hier nachzugehen, es genüge der Hinweis auf eine Stelle in Cäsars „Gallischem Krieg“, wo er über die Druiden und ihre Schulen einen spärlichen Bericht bringt:

„Viele Gallier widmen sich aus eigenem Triebe diesem Stande, oder werden von ihren Eltern und Verwandten dazu veranlaßt. Hier sollen sie dann eine große Menge von Versen auswendig lernen, weshalb viele wohl zwanzig Jahre in dieser Schule bleiben. Sie halten es für unerlaubt, diese schriftlich aufzuzeichnen, wennschon sie sich in Staats- und Privatgeschäften der griechischen Schrift bedienen.“ (Das ist ein grobes Mißverständnis. Wie sollten die Druiden zu den griechischen Buchstaben gekommen sein? Die „griechische“ Schrift ist die den Römern mehr oder weniger unbekannte Runenschrift, der die griechische Schrift mehr ähnelt als die lateinische.) „Hierbei haben sie, wie ich vermute, zwei Absichten, erstens, weil sie nicht wünschen, dass ihre Lehre unter das (gemeine) Volk komme, sodann auch, damit ihre Schüler im Vertrauen auf das Geschriebene nicht etwa ihr Gedächtnis weniger üben; denn gewöhnlich vernachlässigt man, unterstützt durch schriftliche Aufzeichnung, seine Sorgfalt im Lernen und sein Gedächtnis. Ihr Hauptlehrsatz ist: Die Seele sei unsterblich und wandere nach dem Tode des Leibes weiter von Körper zu Körper.“ (Von Pythagoras sagt man, dass er seine Lehre von der Wiederverkörperung in den Mysterienschulen des Nordens erfahren oder bestätigt gefunden hätte.) „Das halten sie für den stärksten Antrieb zu Tapferkeit, wenn man den Tod nicht scheue. Außerdem lehren sie noch vieles von den Himmelskörpern, ihrem Lauf, der Größe der Welt und der Länder, dem Wesen der Dinge, der Macht und Gewalt der unsterblichen Götter und bringen das alles der Jugend bei.“

Wie man sieht: er wußte nicht viel darüber, weil man keine öffentlichen Schulen wie heute hatte. Die Einrichtungen aber in Gallien entsprachen ganz denen im sprach-kult- und rasse-verwandten Germanien. So ist der Bericht sinngemäß auch auf die Germanen anzuwenden, sahen doch die Römer zwischen den beiden Völkern der Germanen und der Gallier keinen Unterschied in Sprache, Aussehen und Sitte, höchstens eine größere Ursprünglichkeit in allem bei den Germanen, ein Hinweis, der uns berechtigt, die kultischen Einrichtungen als mindestens ebenso alt und eigentümlich anzunehmen wie bei den Galliern.

Wir sagen die Wahrheit, wenn wir behaupten, dass die arischen Stämme des Nordens von jeher die Menschheitsführer gewesen sind und zwar seit Zeiten, die uns bisher unwahrscheinlich dünkten, weil wir starr unseren Blick nach Osten richteten und durchaus überhören wollten, was uns die Alten im Osten und Süden selber über ihre Herkunft, über die Menschheitswiege, über die Weltleitung berichtet haben.

Im Norden wurden in der Verhüllung feierlicher Mysterienspiele die „Kotinge“, „Gotinge“, Götterstämmlinge gezüchtet, „Söhne des Wotan“, des Donar, des Odhin oder Thor, nämlich leibliche Sprößlinge hoher Priester und Priesterinnen, die Odhin- und Thor-Geweihte waren und in den Zeugungsspielen die Verkörperungen dieser Gottheiten auf der irdischen Ebene darstellten. Von ihnen haben wir auch anzunehmen, dass sie die Gesandtschaften ausstatteten, die seit Jahrtausenden den in den fernen Westen und Süden ausgewanderten Völkerwellen nachgeschickt wurden, zur Erneuerung des Blutes und des Geistes.

Herodot, der in den Tempeln Ägyptens die heiligen Weihungen empfangen hatte, die denen der Druiden gleich waren, erzählt um 500 vor unserer Zeitrechnung von den Skalden und den Skythen, d. h. den Skoten, Schotten, dass sie derselben Abstammung seien und im Norden wohnten.

„Seit Jahrtausenden“, schreibt er, „brach aus diesem ausgezeichneten Lande das Geschlecht jener hervor, die die ‚Könige der Könige‘ waren, das heißt Könige der weltlichen Regierungen sowohl als auch die Könige des Geistes- und Seelen-Adels.“

Und Herodot bestätigt uns, dass diese Edel-Adels-rasse sich über die ganze Erde verbreitet hätte und überall die Herrschaft ausübte, ganz wie bis noch in unsere Tage auf allen Thronen Europas deutsche Fürstengeschlechter saßen, die durch Selbstschuld und Entartung Einfluß und Herrschaft verloren.

Unsere Geschichtsschreibung hätte sich besser an die Geschichtsschreiber des Altertums gehalten, die mindestens ebenso zuverlässig sind als die heutigen, um schon früher die unheilvolle Verirrung zu erkennen, die einige Jahrhunderte lang mit der Verlegung der bekannten „Wiege aller Kultur und Gesittung“ in den Osten angerichtet worden ist.

Über die Skythen äußert sich der bedeutendste Geograph seiner Zeit, der Grieche Strabo im Jahr 66 vor Christus: „Wir halten die Skythen (also die Skoten, die Goten, denn unter Skythen verstehen wir immer noch ein „sagenhaftes“ Volk, das uns scheinbar gar nichts angeht, obwohl wir seine unmittelbaren Abkömmlinge sind), für das aufrichtigste und am wenigsten arglistige Volk.“

Herodot berichtet über dieselben „Skythen“ als die nördlichen Hyperboreer im „blonden Arimaspen-Lande“, dem ältesten Volke der Erde, wie Kallimachos sagt. Sie schickten jährlich Gesandtschaften nach der Insel Delos im Ägäischen Meere, wo sich das Volksheiligtum der Griechen befand, der Sitz also des hellenischen „Ober-Armanen“, Ober-Priesters, der geistigen und geistlichen Oberleitung.

Wenn die Sitze der Skythen ausschließlich an der Nordküste des Schwarzen Meeres angenommen werden, so widerspricht dies der ausdrücklichen Angabe Herodots „im Lande der Hyperboreer, im nördlichen Skythenlande.“ Die Skythen am Schwarzen Meere sind nur Ausläufer der eigentlichen Stammskythen, Skoten, an der Nordsee. Wir haben hier dieselbe Erscheinung wie die der Goten am Schwarzen Meer und an der Ostsee. Ja, Goten, Skoten, Geten und Skythen sind ein und dasselbe Volk auf weiten Strecken durch Auswanderung aus dem Norden nach Süden und Osten verbreitet. Noch im Mittelalter nannten sich die Normannen auch Goten und bestätigen somit die von uns aufgezeigten Zusammenhänge. Man hebe das Auge von der Karte und überschaue alle Fernen, sonst „übersieht“ man Völkergeschichte, die sich früher über gleich große Gebiete erstreckte wie heute.

Dass unsere Vermutung einer arischen Oberleitung bei den Skythen, den Schotten im nördlichen „Arimaspenlande“ richtig ist, verrät uns die Richtung, aus der die germanische Kultleitung selbst ihre Anregungen empfing, nämlich aus der Pflanzstätte der versunkenen Atlantis, Jona, jener kleinen Insel bei Schottland.

Wenn nun Herodot behauptet, „die Arimaspen seien einäugig und lebten im steten Kampfe mit den ‚goldhütenden‘ Greifen, die sie zu berauben suchten“, so spricht er als ein Eingeweihter der Mysterien zu Sais Kala, Geheimsprache! Man gestatte mir, die Frage zu stellen, wer törichter ist, Herodot, der Geschichtsschreiber der Alten, der solches schrieb, oder die Geschichtsschreiber in der Folge, die glaubten, Herodot nehme das Gemeldete selber wörtlich. Es hieße einem Manne von Geist, damals wie heute, zu viel zumuten, solche Fabel wörtlich zu verstehen.

Wir können den Schlüssel zu solchen Berichten erst finden, wenn wir nicht so töricht sind zu glauben, die Alten, hier Herodot, wären so töricht gewesen, wie wir von ihnen annehmen. Viel klarer wird diese Sprache und hunderte von anderen ähnlichen wunderlichen Berichten, wenn wir wissen, dass es den Eingeweihten, die damals den Gelehrtenstand neben ihrem Priestertum und sonstigen Führerämtern vertraten, verboten war, mehr in offener Sprache zu sagen, als der herrschenden Führerkaste angemessen erschien, und sie sagten das, was nicht für alle Ohren bestimmt war, in einer Kunstsprache, die wir ja auch noch in vielen Disziplinen anwenden, mit dem Unterschiede, dass die Alten Wichtigeres hinter dunklen Worten zu verstecken hatten als heute der Gelehrtenstil, der auf der Unfähigkeit zu besserem Deutsch beruht.

Die „einäugigen, blonden Arimaspen“ sind ein deutlicher Hinweis auf den Sonnendienst des Hyperboreers A-pol-lon, der nach der griechischen Überlieferung im Norden seine Heimat hatte. Aber wir sehen hier auch wieder den Zusammenhang des Apollo-Dienstes mit dem Wodan-Odhins- Dienst, dem einäugigen Himmels- und Völker-Vater, dessen Sohn Pohl oder Bal-der, der junge Sonnengott ist. Die „Greifen“, uns nur in der mythischen Gestalt jenes vielgestaltigen Sagentieres überliefert, die „goldhütenden“ Greifen aber hatten das Amt der Paradies-Waltung, der praktischen Rassenzucht sozusagen, ähnlich den Drachen, den Druiden in der obersten Armanenschaft. Das „Gold“, das sie „hüteten“, ist das goldene Vlies, das goldene Fell, das goldene Haar des arischen Gottmenschen und es werden hier in dem Bericht des eingeweihten Herodot vielleicht Kämpfe innerhalb der arischen Welt-Leitung angedeutet über die Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkeit weiterer Gesandtschaften nach dem Süden, die bekanntlich aus edelsten Jungfrauen und Jünglingen bestanden, die an die untergeordneten Heiligtümer abgegeben wurden, wo sie als einzig Geeignete den Dienst in den Mysterien-Kulten übernahmen und wohl auch für hochwertige Nachzucht und Aufzucht zu sorgen hatten.

So erst erhalten diese Berichte eines Herodot, der viel ernster genommen werden müßte als alle ahnungslosen Geschichtsschreiber, die nicht in die Geheimlehre eingeweiht waren oder sind, weil sie ohne Kenntnis dieser voraussetzenden Grundlagen gar nicht imstande sind, die alten Quellen mit einigem Nutzen für die Geschichtswissenschaft zu lesen und zu verarbeiten, wie man sieht.

Wir müssen uns mit diesen kurzen Hinweisen begnügen und eine klärende Arbeit für später in Aussicht stellen. Wir glauben aber genügend Licht über die mit diesem Berichte zusammenhängenden nächstliegenden Fragen gebreitet zu haben, um fortfahren zu können.

Der Tempel auf Delos war dem Apoll und der Artemis geweiht. Den Apoll-, Pol-, Pal-Gott erkannten wir schon immer als den Pfahl-Phallus-Gott, den Zeuger der schönsten Menschen. Die Art-emis, in deren Namen wir die Ar-Sonnen- und Art-Silbe, also die Göttin der Art-ung leicht erkennen, ist auch bei den Griechen darum die Fruchtbarkeits-Göttin. Ihr weihen die mannbar werdenden Mädchen, oder solche, die vor der Hochzeit stehen, ihr Spielzeug, ihre Mädchenkleider; die Jünglinge, die zwischen 18 und 20 Jahren zum Kriege ausgebildet werden, ihr langes Haar.

Carus Sterne schreibt in seinem Buche „Trojaburgen“ über diesen ältesten erhaltenen Apollo-Tempel von Delos: „In der Tat sieht er, aus mächtigen unbehauenen Felsblöcken aufgeführt, einem dänischen Hügelgrab ähnlicher als einem griechischen Tempel.“

Zu Herodots Zeit kamen schon Gesandte nach Delos unmittelbar nicht mehr vom Norden (die „Greifen“ schienen demnach gesiegt zu haben), sondern die Kultleitung im Norden befahl den benachbarten Völkern, auf dem Wege dahin die Botschaften von Volk zu Volk bis nach Delos weiterzugeben. Es kann sich bei solchen Botschaften nicht um bloße Höflichkeitsbezeugungen gehandelt haben. Solche Botschaften waren gewiß sehr inhaltsreich und bezogen sich auf Anweisungen kultischer Art und auf den Austausch von Meinungen über Menschheitsfragen.

Uns liegt daran, dem Gutwilligen langsam das Gesicht nach Nordosten zu wenden, weil er dort mehr ersehen kann vorläufig, was ihn über den Lauf der Welt in den letzten 3 bis 4000 Jahren aufklärt, als was er bei einem unverwandten Blicke nach Osten erschaut. Wir müssen im Geiste eine vollständige Kehrtwendung machen, dann haben wir erst wieder die richtige Front. Wir standen militärisch gesprochen bisher immer in der (Ver-) Kehrt-stellung.

Auf der Insel Gotland erhielt sich die Erinnerung, dass bei einer starken Vermehrung der Bevölkerung „der dritte Teil nach Griechenland gezogen“ sei. Das ist ganz richtig und bezeichnend gerade für die Insel, die den Namen der Goten, des Führervolks der Germanen trägt. Die Nachkommen dieser Goten sprächen noch heute in Griechenland manches aus der nordischen Sprache. Und auch das erweist sich als vollkommen zutreffend, wie Prof. Stuhls geistvolle Arbeiten über die Frage der Herkunft der griechischen Sprache bekunden.

Wenn wir dieselbe Entdeckung beim Hebräischen machen, überhaupt bei allen Sprachen, dann ist wohl bald der Beweisring geschlossen, der die arische Sprache als die Muttersprache aller andern bestimmt. Damit gewinnen wir den großen Entscheidungs-Kampf um eine Neu-Einstellung in Dingen der Menschheitsgeschichte, die der arischen Rasse die Erstgeburt wieder zuerkennt, die ihr von jeher eingeboren war und darum gebührt.

Von den Eleusinischen Mysterien hat selbst der ewige Quartaner schon gehört, in die indische Geheimlehre suchen zahllose Theosophenschulen einzuführen, der wesentliche Inhalt der ägyptischen Mysterien hat sich in den 22 Arkanen des Kartenspiels Tarok erhalten. Das alles läßt man gelten. Wagt es aber einer, von der Möglichkeit einer germanischen Einweihung zu reden, gleich hebt ein Wutgeheul an, das jede vernünftige Verständigung erschwert. Weshalb? Weil wir Buchstabengläubige sind, die alles schwarz auf weiß haben wollen, ohne zu bedenken, dass es Dinge gibt, die sich gar nicht beweisen lassen, eben des Geheimnisses wegen, mit dem man sie umgab, um der Entweihung vorzubeugen. dass wir kaum literarische Urkunden über die germanische Geheimlehre haben können, ist bei einigem Nachdenken selbstverständlich. Deshalb ihr Bestehen von vornherein abzuleugnen, bringt doch nur jenes gelehrte Besserwissertum fertig, das Goethe in der Kaiserpfalzszene im zweiten Teil seines Faust für alle Zeiten an den Pranger gestellt hat. Wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, kann selbst noch bei Tacitus die Beschreibung eines germanischen Einweihungsritus finden. Im Übrigen sind wir auf den mittelbaren Beweis angewiesen. Finde ich einen alten Schlüssel, der die versteckte Tür eines alten Gemäuers öffnet, so weiß ich, dass es der richtige ist. Wenn Wappen, Märchen, alte Inschriften, ja selbst die Sprache ihren tief verborgenen Sinn enthüllen — Novalis nennt es genetische Etymologie —, wenn sie mit der Runenwünschelrute berührt werden, dann sollte dies für jeden, der noch natürlich zu empfinden und anzuschauen vermag, frei von dem Zwange toter Begriffe, einigermaßen beweiskräftig sein.

Jene Stelle bei Tacitus, die unserer Meinung nach ein Einweihungsritual schildert, geben wir nachstehend im lateinischen Wortlaut wieder: Tacitus, Germania, Cap. 39.

Vetustissimos nobilissimosque Sueborum Semnones memorant; fides antiquitatis religione firmatur. stato tempore in silvam augurus patrum et prisca formidine sacram omnes eiusdem sanguinis populi legationibus coëunt caesoque publice homine celebrant barbari ritus horrenda primordia. est et alia luco reverentia: nemo nisi vinculo ligatus ingreditur, ut minor et potestatem numinis prae se ferens, si forte prolapsus est. attoli et insurgere haud licitum: per humum evolvuntur. eoque omnis superstitio respicit, tamquam inde initia gentis, ibi regnator omnium deus, cetera subicta atque parentia. adicit auctoritatem forturia Semnonum: centum pagi iis habitantur, magnoque corpore efficitur ut se Sueborum caput credant.

Die Reclam-Übersetzung von Dr. Max Oberbreyer lautet: „Für den ältesten und edelsten Stamm der Sueven geben sich die Semnonen aus. Ihr Anspruch auf hohes Alter findet in einem religiösen Brauche seine Beglaubigung. Zu einer festgesetzten Zeit kommen alle stammverwandten Völker, durch Gesandte vertreten, zusammen in einem durch der Ahnen Weihe und Ehrfurcht heischendes Alter heiligen Wald und beginnen da mit öffentlicher Menschenopferung ihres barbarischen Götterdienstes grauenhafte Feier. Noch eine andere Art von Verehrung wird diesem Haine erwiesen. Niemand betritt ihn anders als gefesselt zum Zeichen der Unterwürfigkeit vor der Gottheit Allmacht. Fällt jemand etwa zu Boden, so darf er weder aufstehen, noch sich aufrichten lassen: auf der Erde muß er sich hinauswälzen. Bei diesen ganzen Gebräuchen geht man von der Anschauung aus, dass hier die Wiege des Volkes, hier der alles beherrschende Gott, alles andere abhängig und untertan sei. Diesen Glauben unterstützt der Semnonen Glück; in 100 Gauen wohnen sie verteilt und wegen dieses großen Gemeinwesens betrachten sie sich als das Haupt der Sueven.“

Weishaar übersetzt die Stelle wie folgt: „Man erzählt, dass die Semnonen die Ehrwürdigsten und Vornehmsten (der älteste Adel?) der Sueben seien; die Annahme wird durch einen religiösen Brauch aus alten Zeiten her befestigt. Zu einer bestimmten Zeit kommen Abgesandte (Delegierte) aller Völkerschaften desselben Blutes in einem Walde zusammen, der durch Ehrfurcht von altersher heilig ist und dadurch, dass dort schon von den Vätern weissagende Gebräuche und gottesdienstliche Handlungen vorgenommen wurden. Dort bringen sie, indem in aller Gegenwart (oder auf Weisung der Oberen) ein Mann niedergestreckt (gefällt) wird, den schaurigen ersten Ursprung der rauhen und fremdartigen Weihehandlung zur feierlichen Darstellung. Auch eine andere Ehrerbietung wird dem Haine erwiesen: niemand hat Zutritt, der nicht mit einem Bande umwunden (versehen) ist, dadurch wie ein Geringerer auch die Macht der Gottheit über sich stellend. Wenn er nun von ungefähr (durch die Gewalt?) niedergestürzt ist, ist es nicht erlaubt, dass er aufgehoben wird oder sich selbst erhebt: auf dem Erdboden werden sie hinweggewälzt. Und darauf zielt der ganze heilige Brauch, zum Ausdruck zu bringen, als wie wenn von dort her das Volk seinen ersten Ursprung genommen habe, als wie wenn dort der oberste der Götter, das Übrige aber unterworfen und abhängig sei. Auch der Besitz (die Macht) der Semnonen vermehrt noch ihr Ansehen: hundert Gaue werden von ihnen bewohnt (in 100 Gauen sind sie gleichsam zu Hause), und von dem großen Umfange der Körperschaft kommt es her, dass sie sich für das Haupt der Sueben halten dürfen.“

Das ist die berühmte Stelle in der Germania des Tacitus, die immer herhalten muß, um uns zu erniedrigen, mit der uns von voreingenommenen Gelehrten oder Übelgesinnten so gern „bewiesen“ wird, dass die alten Deutschen eine andere Art von Wilden gewesen seien. Kaum versucht es einmal ein klarsehender Deutscher, wie Guido List, Dr. Wilser, von Wecus und andere, ein zutreffendes Bild von unseren Vorfahren zu geben, gleich ist irgendein Bonze da, der ihm grinsend die „Menschenopferung“ vorhält.

Diese Stelle ist völlig mißverstanden, weil man eben unter der bekannten Suggestion Barbarei durchaus sehen will, weil man keine Ahnung von der wirklichen Kultur der Germanen hat und weil man überhaupt gedankenlos ist. Selbst wenn die bisherige Auslegung richtig wäre, würden die Germanen auch nicht anders gewesen sein, als alle alten Kulturvölker, bei denen Menschenopfer gar nicht selten waren. Aber wenn sie bei unseren Vorfahren vorkommen, so ist das eben etwas ganz anderes. Vorgefaßte Meinung und Einbildung, Unkenntnis, aber oft auch Absicht führten solche falschen und ungenauen Übersetzungen herbei. Die Übersetzung Weishaars lautet doch in wesentlichen Punkten anders und wir überlassen es ihm selber, die Hauptstellen näher zu untersuchen und zu begründen.

Da finden wir im Wortlaut: „caesoque publice homine celebrant barbariritus horrenda primordia.“ Dr. Oberbreyer übersetzt: und beginnen da mit öffentlicher Menschenopferung ihres barbarischen Götterdienstes grauenhafte Feier. Die wortgetreue Übersetzung, wie ich sie bringe, lautet: Dort bringen sie, indem in aller Gegenwart (oder: auf Weisung der Oberen) ein Mann niedergestreckt (gefällt) wird, den schaurigen ersten Ursprung der rauhen und fremdartigen Weihehandlung zur feierlichen Darstellung.

Das Wort caedere bedeutet: „niederwerfen, niederlegen, niederstrecken, fällen“. Gewiß verband der Römer damit nicht selten die Vorstellung des Niederhauens im Sinne des Tötens. Der eigentliche Wortsinn ist jedoch: fällen, niederstrecken, gleichgültig, ob mit Todeserfolg oder nicht. Wenn jemand niedergeworfen, gefällt wird, braucht er noch nicht daran zu sterben. Hätte Tacitus das sagen wollen, würde er sicherlich necare, interimere, interficere, occidere gebraucht haben.

Publice kann man wohl schlechtweg mit „öffentlich“ übersetzen. Es hat, genau genommen, jedoch den Sinn: im Beisein aller und auf Befehl oder Veranlassung öffentlicher Gewalten, Befehlshaber, Anführer, obrigkeitlicher Personen. Primordium bedeutet: der erste Anfang, der erste Ursprung; horrendus ist etwas, was Schauer erregt oder mit Schauer verbunden ist, schaurig; ritus ist eine Kulthandlung, eine Weihehandlung, ein Ritual, ein Zeremoniell. Barbaren nannten die Griechen und Römer alle Völker, die nicht Griechen oder Römer waren ohne verächtlichem Nebensinn, der ihm erst später von uns selbst beigelegt wurde. Die Reclam- Übersetzung ist also durchaus nicht einwandfrei und von der erwähnten Menschenopfersuggestion beeinflußt.

Doch weiter! Dr. Oberbreyer übersetzt: niemand betritt ihn (den Hain) anders als gefesseltEs steht: nemo nisi vinculo ligatus ingreditur. Tacitus setzt zu ingreditur kein Objekt. Wir übersetzen also besser: niemand tritt hinzu oder hat den ZutrittVinculo ligatus heißt wörtlich: „mit einem Bande gebunden oder umwunden, nicht gefesselt. dass ligare auch den Sinn von „umwinden“ hat, finden wir z. B. im lateinisch-deutschen Wörterbuch von Scheller. Es ist nachgewiesen, dass die Sueben einen Kultbund bildeten und Abzeichen trugen, darunter auch Bänder, die die Vorläufer unserer heutigen Ordensbänder und Studentenbänder darstellen. Vinculo ligatus bedeutet: mit einem Ordensbande umschlungen, versehen, d. h. übertragen: in die Mitgliedschaft aufgenommen und durch Satzungen, durch ein geistiges Band gebunden.

Nun ist noch der nächste Satz von Wichtigkeit. Si forte prolapsus est, ist mit: „Fällt jemand zu Boden“ sehr ungenau wiedergegeben. Forte heißt: wie von ungefähr. Der Ursinn von fors findet sich noch im französischen force, was Gewalt, Zwang, Kraft bedeutet. Die eigentliche Vorstellung bei forte dürfte wohl sein: durch die Anwendung der Gewalt. Der ganze Satz hängt mit caeso homine zusammen, und wir werden sogleich sehen, welche Bewandtnis es damit hat. Wenn der Betreffende also, man könnte sagen: blitzartig, ganz ohne sein Erwarten niedergestürzt ist, darf er von anderen nicht aufgehoben werden, sich auch selbst nicht aufrichten. Und nun kommt wieder eine falsche Übersetzung. Per humum evolvuntur heißt doch nicht: er muß sich auf der Erde herauswälzen, sondern: sie werden auf dem Erdboden herausgewälzt (aus dem Ringe, dem Kreise der Umstehenden hin weggeschafft).

Die ganze Stelle sieht sich also denn doch etwas anders an, wenn man vorurteilsfrei und richtig übersetzt. Und was bedeutet die Erzählung? Nun, sie bedeutet, dass es sich um heute „freimaurerisch“ genannte Gebräuche handelt, um eine Aufnahme in den „Meister-Grad“, um das heute sogenannte „In-den-Sarg-legen“! Die Stelle zeigt, dass das Ritual der Freimaurer uralt ist und von den Sueben vererbt, dass es nicht auf fremdem, rassejüdischem Boden erwachsen, sondern urdeutsch, höchstens heute zum Teil judaisiert ist, dass die Freimaurerei auf uralten ariogermanischen Vorstellungen und Gebräuchen fußt, wenn sie das auch völlig vergessen hat und auch gar nicht mehr weiß, welchem Hauptzwecke der alte Sueben-Orden eigentlich diente.

Und nun will ich berichten, was es mit dem In-den-Sarg-legen bei den Freimaurern auf sich hat. Jeder wird jetzt klar und deutlich sehen, worauf Tacitus in seinem Kapitel 39 anspielt, wenn es wohl auch zweifelhaft ist, ob ihm zum Bewußtsein gekommen ist, was er eigentlich schildert. Die Darstellung ist etwas verworren, und es kann auch sein, dass sein Gewährsmann selber kein Wissender war und nur eine sehr mangelhafte Vorstellung von dem Ritual hatte. Waren doch die Bräuche der Orden zu allen Zeiten mit einem Geheimnis umgeben und die Ursache zu vielen Fabeln im nicht eingeweihten Volke.

Bei der Meisterweihe der Freimaurer wird der aufzunehmende Geselle vor einen Sarg oder die Nachahmung eines Grabes gestellt, und es wird ihm die Geschichte von Hyram, dem Begründer des Freimaurerordens, wie folgt erzählt: Salomo wollte den Tempel zu Jerusalem bauen, berief hierzu Arbeiter aus allen Enden der Welt und stellte den Künstler Hyram an ihre Spitze. Dieser teilte sie, um Unordnung unter einer so großen Anzahl von Arbeitern zu vermeiden, in drei Klassen, in Lehrlinge, Gesellen, Meister. Drei ehrgeizige Gesellen wollten Meister werden, bevor ihre Gesellenjahre um waren. Sie wollten das Meistergeheimnis mit Gewalt erfahren, lauerten dem Hyram auf, als er den Tempel verließ, und einer tötete ihn durch einen Schlag vor die Stirn, da er das Geheimnis nicht preisgeben wollte. Danach verscharrten sie ihn.

Bei der Meisterweihe wird dies dem Aufzunehmenden erzählt. Er erhält dann einen Schlag vor die Stirn, fällt in den Sarg oder auf das Grab und bleibt dort liegen, bis er nach einiger Zeit aufgehoben und unter entsprechenden Worten in den Meistergrad aufgenommen wird. Die scheinbare Tötung will dem Aufzunehmenden mehreres einprägen. Ich begnüge mich hier nur, eine Deutung zu geben. Dem Kandidaten wird symbolisch vorgeführt, dass er sich wie Hyram eher töten lassen soll, ehe er die Geheimnisse des Meistergrades verrät.

Diese sinnbildliche Sarglegung, das „Sterben“ des „alten“ Menschen, des Adam, und die Auferstehung, die Wiedergeburt des „neuen“ Menschen, des „Christus“, des Gesalbten, eingeweihten neuen Meisters, war ein ritueller Brauch der alten Mysterien, der auch in den ägyptischen Priesterschulen nachgewiesen ist.

Einen solchen Vorgang der Einweihung will Tacitus erzählen: An geweihter Stelle kommen Delegierte aller „Logen“ zusammen. Zutritt haben nur solche, die sich durch ein Ordensband oder sonstwie ausweisen können, also die sich als Wissende und „Logenbrüder“ zu erkennen geben. Der schauervolle Vorgang der Ermordung des Hyram wird an einem Meisterkandidaten scheinbar vollzogen. Er wird umgelegt, darf sich bis zur Beendigung der Zeremonie nicht erheben und wird als scheinbare Leiche aus dem Kreise auf kurze Zeit entfernt.

Jeder Unbefangene wird nunmehr erkannt haben, was es mit der Stelle in der Germania des Tacitus bezüglich der angeblichen Menschenopfer unserer Vorfahren auf sich bat. Bedeutsam ist auch noch, dass Tacitus den Ausdruck „magnoque corpore“ gebraucht, was nicht „wegen dieses großen Gemeinwesens“ bedeutet, sondern „infolge ihrer großen Körperschaft“. Auf den Ritterschlag und die sogenannte Deposition der Studenten (bis 1822) bei der Aufnahme in die Universität sei auch noch verwiesen.

Wie judaisiert wurde, das heißt eigentlich, wie man die Gebräuche christlich-jüdisch verkahlte, um der Verfolgung und der Vernichtung zu entgehen, was in der Folge in Vergessenheit aber geriet, als man anfing, die biblische Hülle für den arischen Kern zu halten, sollen nur zwei Beispiele zeigen. Aus dem germanischen Samann, Salmann = Heilsmann, denn sal = Heil, wurde der übrigens mythische, ganz ungeschichtliche König „Salomon“ gemacht. Aus dem Irmin, Herman, Arman, dem Weltenbaumeister und seinen Priestern, die die Irminsäulen erstellten, das Sinnbild des Weltalls, des Weltenbaues, machte man den Hyram oder Hirmon, den Baumeister des „Tempels zu Jerusalem“, der ja nie so gebaut wurde, wie es das Buch Salomons erzählt, dessen Ausmaße aber kosmische Zahlenverhältnisse angeben, wodurch der „Tempel“ sich auch wieder als ein Weltalls-Sinnbild erweist. Jerusalem aber, ob es sich nun um die Stadt in Palästina oder um ein himmlisches Jerusalem dreht, heißt in unsere Sprache übersetzt, in unserer Sprache ausgedrückt: Hier-Ur-Salem. „Hier“ ist das Wort hiero heilig, im deutschen noch unverfälscht als hehr im Sinne von hoch und heilig zu erkennen. Ur erklärt sich von selbst und salem ist Salheim. Also dieser „Tempel“ steht in dem Hehren-Ur-Sal-heim, im himmlischen „Jerusalem“ und heißt die Burg Zions, des Zeus. Als Titus Jerusalem einnahm, zerstörte er mit dem Tempel lediglich die Hypothekenbank des cäsarischen Roms, das seine Kriege lange nur mit der Geldhilfe der Juden führen konnte. Titus befreite das römische Reich von seinen Schulden durch Aufhebung dieser Weltbank und Übernahme ihrer Goldreserven. Salstätten haben wir zu Hunderten im arischgermanischen Siedlungsgebiet, vor allem aber in Deutschland, und hier hat das Wort Sal immer den Begriff von Heil. Sal und Sieg! heißt die Heilrune Ŗ des Blitzes, des Zeus und des Teut!

Man ziehe nun selber Sage und Geschichte, Wahrheit und Dichtung auseinander. Es ist dabei gar nichts Verwunderliches, wenn man weiß, dass diese Länder immer arisch besiedelt waren und dass die Kreuzfahrer im Libanon noch blonde, nichtsemitische Stämme antrafen, mit denen sie sich auf deutsch sozusagen verständigen konnten.

Ob die Germanen Menschenopfer brachten oder nicht, diese Frage entscheidet nichts über die Höhe ihrer Sittlichkeit. Ich meinerseits hoffe, ja weiß es, dass die Germanen Menschenopfer brachten, und zwar auch in der höchsten Form des Opfers, der des Selbstopfers. Alles was Hämlinge dagegen sagen wollten, wäre eitel Heuchelei. Auf einer sehr hohen Stufe der Erkenntnis mag auch das unnötig werden. Wir wissen heute nicht mehr, unter welchen Schauern der Heiligung diese Menschen solche Handlungen vollzogen. An Blutrausch und Blutdunst zu denken, hieße sich selber solcher Verhaftung verdächtig machen. Ein Volk, in dem die Gefolgschaft freiwillig dem Führer oder der Führerin in den Tod folgt, steht sittlich höher als dasselbe Volk in einer anderen Zeit, in der es lieber Sklave als tot sein, in der die Feigheit vor dem Tode Gesetz wurde. Aber lieber sterben als lebendig tot sein, wollten die Alten. Wir erlebten hunderttausende von Scheiterhaufen auf unserem Boden und Menschenschlachthäuser in Rußland nach dem Weltkriege, um des „Glaubens willen“. In beiden Fällen hatte der Untermensch Gewalt über seine natürlichen Herren gewonnen. Wir töten heute noch auf Grund bestimmter Paragraphen mit dem Zylinder auf dem Kopf und im Frack Menschen, während ihnen gefrorene Todesurteile vorgelesen werden. Das ist Menschen-Tötung ohne Versöhnung, ohne den Trost, den das Menschen-opfer immer findet in dem ungewöhnlichen Vorzug, den Göttern genehm zu sein. Heilige Hymnen begleiteten die feierliche Handlung ohne Haß-, Straf- oder Rachegefühle, ja ich bin überzeugt, dass tiefste Liebe zum Leben und zum Opfer die Herzen erfüllte, denn geopfert zu werden ist immer eine Auszeichnung gewesen und versöhnte Opfer und Opfernde im Glauben an den heilbringenden Sühnetod.

Die Opferung Isaaks durch Abraham entbehrt dagegen jeder vernünftigen inneren oder äußeren Begründung. Eine furchtbare Versuchung, ein grausames nutzloses Spiel eines grausameren „Gottes“ mit einem schwachen törichten Vater, dessen Gehorsam uns unmenschlich dünkt. Diese Geschichte wäre auch zu dumm, wenn man sie wörtlich nehmen müßte. Sie ist wieder Kahla, Geheimsprache, und deutet etwas ganz anderes an, was wir hier nicht weiter verfolgen können, was Aufgabe einer Textforschung auf Grund der Geheimlehre sein wird.

Die Opferung der Iphigenie auf Aulis durch den Oberpriester Kalchas, dessen Name eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Hohenpriester Kaiphas hat, der die Opferung des Jesus von Nazareth heischt, ist schon tiefer begründet. Gleichviel wie diese Legenden zu bewerten sind; man behandle wenigstens diese Dinge nicht nach zweierlei Moral. Was den alten Juden oder Griechen recht ist, sei den alten Germanen billig.

Der Tod des Jesus von Nazareth, so wie ihn die Evangelien als Tatsache schildern, ist nichts weiter als ein solches Sühneopfer. Es ist nicht einmal freiwillig. Wenn er es aber vermocht hätte, kraft seiner göttlichen Machtvollkommenheit, seine Tötung am angeblichen Kreuz von Holz zu vermeiden, hätte er es tun müssen, und zwar aus zweierlei Gründen: einmal, um nicht Menschen an seinem Tode schuldig werden zu lassen, weil er, Gott oder gottähnlich, seinen Leib gewissermaßen nur als Atrappe herlieh, dann, weil „Gott“ durch Menschen nicht geopfert werden kann. Gott oder Mensch, beide müssen sich selber zum Opfer darbringen und beider Opfer kann niemanden erlösen als sie selber!

Was nun die Frage der Menschenopfer anbelangt bei den Germanen, so überliefert Tacitus ganz richtig, dass die Semnonen die Ehrwürdigsten und Vornehmsten der Sueben seien. Die Römer von damals und Romanen von heute sind immer groß gewesen in der Verballhornung von Namen, weil ihre Zungen nicht mehr die urtümlicheren Laute der älteren germanischen Sprache beherrschten und beherrschen, aus denen die ihren entartet sind. So spricht Tacitus von „Semnonen“ statt von Sam-Manen, Saemanen oder Sal-Manen. In dem Worte verbirgt sich der Begriff für Samen, säen, aber auch für den geistigen Samen, das Wissen, aus dem das Heil kommt: urarische Wurzel sa, sam, sal. Die Samanen oder Salmanen sind also die Heils- oder Wissensmänner, auch die Saemänner, die den Samen säen, für die Menschenhochzucht, die Zuchtmänner, denn alle wahre Religion ist Zucht im Geiste und im Leibe. Die Samanen, Salmanen gehören darum zum höchsten Geistes- und Blutadel.

Die Sitze der Sueben mit ihrem Hauptheiligtum müssen im Norden zu suchen sein. Die Ostsee hieß in alter Zeit das suebische Meer. Schwiebus ist noch ein Ortsname unter vielen andern, der auf die Sueben hindeutet.

Den Namen der Sueven müssen wir auch berichtigen, jedenfalls näher umreißen. Der Name der Sueben ist der Name der späteren Schweden, Schwaben, sogar auch Schweizer geworden, deren Einwanderung aus Schweden feststeht, wie auch der der Schwaben aus dem Norden. In dem Suevenworte Schweden, nordisch Sven. Schwaben steckt das deutsche schweifen, schweben. Die Schweifenden, die über dem Volke Schwebenden sind es, die nirgends Haftenden; denn sie bilden den Priesterstamm des großen Volkes der Goten, wie uns von anderer Seite überliefert ist. Sie sind am besten vergleichbar mit den Druiden, zu denen sie auch zweifellos im größeren Verbande gehörten, einer allumfassenden Priesterschaft, wie beispielsweise die von Rom, die auch keine engeren Grenzen kannte als ein Orden, der sich über ganze Länder verzweigt. So haben wir einen trefflichen Vergleich, der uns noch zeigt, wie überhaupt die Organisation der römischen Kirche dem arischen Vorbilde entnommen wurde.

Man weiß nicht recht, wie man sich zu den Sueven, Sueben, Schwaben, Schweden verhalten soll. Die „Schweden“-Schanzen als eigentliche Sueven- schanzen, mit wenigen offenkundigen Ausnahmen, sind meist uralte Kultstätten. Es handelt sich nämlich bei den Sueven um einen Stamm und um einen Stand, den Priesterstamm und Priesterstand, ganz wie bei den Juden die Leviten aus dem Priesterstamm hervorgingen und darum den Priesterstand stellten. Ich sehe übrigens in dem Worte Levi und Leviten die arische Wurzel lech, lay, lavy, levi (Cromlech, Loreley) für das Gelegte, das in den Steinkreisen nieder-gelegte Gesetz. Die 12 Ur-Stämme der Goten, Guten wird man wieder auffinden. Sie gaben das Vorbild für die 12 Stämme der Juden und entsprechen den 12 Menschentypen des Tierkreises.

Die Sueven sind die Schweifenden, die Schwebenden, nach ihrem Haarschweif, den sie rechts trugen, wie das Bild zeigt. Ich sehe hier Zusammenhänge mit den französischen juifs, den „schweifenden“ Juden, angeblich „Volk Gottes“, das die Schweden-Sueven, die Schweifenden wirklich waren, die ihren Namen nicht vom kriegerischen Schweifen hatten, sondern von ihrer Ausbreitung als Priesterkaste über das ganze Volk. Was wir geschichtlich über die Juden wissen, kann zu keinem wahren Bilde führen. Hier sind alle Dinge noch dunkel. dass das Volk der Goten das Volk Gottes war und nicht die Joten, darüber ist künftig nicht mehr zu deuteln, und alle sogenannten geschichtlichen „Beweise“ aus dem Alten Testament sind im besten Falle frommer Wunsch.

Goten und Joten sind Gegensätze. Wie hat aber die Wirklichkeit ausgesehen vor vielen tausend Jahren. Da gab es ein Gottesvolk. Das waren die Goten, die Guten, ganz sicher nicht die Joten oder Juden. Es muß also eine ungeheure Fälschung mit den Überlieferungen geschehen sein, deren restlose Aufdeckung ungefähr das Wichtigste wäre, was überhaupt im Namen von Kultur und Gesittung unternommen werden könnte, ganz ohne Ankläger und Angeklagte, denn wer hier die Fälscher eigentlich sind, wissen heute sicher auch die Nutznießer dieser Fälschung nicht mehr. Dass wir jedenfalls die ganze Goten-Juden-Geschichte an ihrem Ursprung und zwar in Deutschland, wenigstens in „Germanien“ untersuchen müssen, daran ist gar kein Zweifel. Palästina als Heimat der Juden ist eine folgenschwere Unterstellung. „Joten“ hat es von jeher in der ganzen Welt gegeben, wie es in der ganzen Welt die Goten gab. Die Juden sind aus Indien, aus Ägypten, aus den meisten Ländern im Laufe ihrer vieltausendjährigen Geschichte eines Parias-Volkes vertrieben worden, aber zuerst wohl aus Mitteleuropa.

Asch das heißt das große Sternbild des Bären auf „hebräisch“. Es ist aber unsere Welt-Esche, unsere Welt-Achse, die sich unter diesem Worte verbirgt. So gibt es noch viele hebräische Worte, deren arischer Ursprung unverkennbar ist: Koscher = keusch, Mies = miss.

Nach stillschweigender Übereinkunft wird Aschkenasim von Asch, als vom „Bär“, von dem Polarstern Kommende abgeleitet, aber möglicherweise auch die von den „Asen-ab-kommenden“. So wird Edda auch als Etta, Ur-mutter gedeutet. Im Rigsmal ist „Edda“ die Stammutter der ersten dunklen Rasse, gezeugt aus der Vermischung Heimdolds mit den „Etta“! Die Zwergrasse der Wedda in Indien nennt sich selber noch „Etta“ und gilt als die menschlich dürftigste Rasse bei den Anthropologen.

Wir decken hier nun das Geheimnis auf des „GOTTESVOLKES“, des ausgewählten Volkes, von der die Bibel spricht. Die Sueben, die Schwaben sind die Schweifenden, die „Juifs“, französisch-keltisch die „Schwief“- enden, wenn wir es mit deutscher Rechtschreibung hinsetzen.

JEW , JEW-el, sind die Ju-leute des Jura, sind die Ju-hu-Götter, die Hu- Manen, die Hu-Götter, die verehrt wurden im vorkeltischen Europa, noch in der Keltenzeit der Iren und Schotten.

Dass das französische Wort „Juif“ = Schwief, Schweif, tatsächlich eine wörtliche Übernahme aus dem Deutschen ist, ergibt sich für jeden, der weiß, dass die Sprachen der Gallier und der Germanen nach dem Zeugnis des Strabo sich kaum unterschieden, etwa wie zwei Mundarten; dass außerdem die Franken, Burgunden, Flamen, Westgoten, Normannen verwandte germanische Sprachen ins Land brachten. Was nun nicht auf lateinische Worte in der französischen Sprache zurückgeht, und das ist verhältnismäßig wenig, wie man sich aus jedem Wörterbuch überzeugen kann, muß notgedrungen germanischen Ursprungs sein, worin auch das Keltische mit einem gewissen Rechte einzubeziehen ist. Jedenfalls hat der bedeutende Sprachforscher Ernst Fuhrmann in seinem genialen Versuch „Die französische Sprache ein deutscher Dialekt“ den überzeugenden Nachweis dafür erbracht.

Die Sueben, Schwaben trugen das Haar an der Seite aufgeknotet, eben den Schweif, den Haarschweif. Nun wäre es ein Fehler, der immer wieder gemacht wird von den meisten Forschern, in solchen Fällen zu schließen, die Sueben nennten sich nach dem Schweif die „Schweifen“ oder Schweifenden. Nein, es muß immer umgekehrt gefolgert werden. Man suchte sich für das, was man war und wie man hieß, ein sichtbares Zeichen, ein Symbol, um beides damit auszudrücken, und knüpfte das langwachsende Haar seitlich auf, um es in einem Schweife herabhängen zu lassen. Das Haar, was an den Aar, an die Sonne, schon seiner Goldfarbe wegen erinnert, aber auch an den Haar, den Hohen, galt den Alten viel und gab viele Unterscheidungsmerkmale, hatte und hat auch als Antenne für Feinkraftströme des Weltalls eine unentbehrliche, heute vielfach mißhandelte und mißachtete Aufgabe.

Diese „Juifs“, mit welchem Worte die Franzosen heute die Juden bezeichnen, sind aber nicht die Juden von heute, sind auch nicht die „Juden“, von denen das gefälschte „Alte Testament“ spricht, sondern jene Juifs-Juden, sind in Wahrheit die „Juten“, die Guten, die Goten, das GUTEN-, das GOTEN-, das GOTTESVOLK, von dem die Bibel spricht, natürlich nicht die Bibel, wie sie durch Esra und Nehemia für die Zwecke jenes Pariavolkes, das sich Hebräer nannte, zusammengesetzt wurde aus den alten arischen Überlieferungen, die sie in Babylon während ihrer Gefangenschaft fanden und nun zur Grundlage ihrer Geschichte machten, sondern jene „Urbibel“, auf die alle Funde und Überlieferungen aller Völker hinweisen, deren einstiges Vorhandensein von der vergleichenden Geschichtsforschung auch längst anerkannt wurde.

Mit der Feststellung der Goten, als des Goten-Gottes-volkes, was schon aus der Wortgleichung sich unwiderleglich erweist, weil die Sprache niemals sich verfälschen läßt für das Ohr des Hellhörigen, denn man muß eben Ohren haben zu hören, heben wir ein falsch begründetes jüdisch- römisches Christentum, samt seinen Ausläufern aus dem Garten der Tatsachen. Was hätte sonst dies tiefe Wort für einen Sinn, weil man anders doch nur eine Selbstverständlichkeit damit sagen könnte? Wir wollen es allen Menschen in die Ohren schreien, dass sie aufhorchen: Es ist alles falsch, was ihr bisher gehört habt. Es ist alles falsch! Das ist der erste Schritt zu eurer Selbsterkenntnis, und es wird der erste Schritt sein auch zu eurer Besserung, indem ihr mit euch selber auch eure Verführer kennenlernt. Glaubt nicht, sondern gelobet, wie das Wort Glauben in seiner wahren unverfälschten Bedeutung deutsch, das heißt deut-lich, deut-sch-lich lautet, gelobt, dass ihr euch selber erst überzeugen wollt von dem, was man euch als Wahrheit, als das Wort Gottes vorgetäuscht hat, und dann glaubt, was ihr wißt, dann erst ist dies Wort „glauben“ kein Lügenwort, sondern spricht das aus, was es seinem Ursinne nach bedeuten soll, nämlich zu dem sich zu geloben, was man weiß, nicht irgendetwas „globen“.

Griechische Apollopriester, Homer, Hesiod, Aristeas, Olenos u. a. berichten, dass Apollo, seine Schwester Artemis und seine Mutter Latona aus dem Lande der Hyperboreer, der Übernördlichen, gekommen seien und die Tempel zu Delos und Delphi gegründet hätten. An der Herkunft des Lichtkultus aus dem Norden auf der ganzen Erde ist nicht mehr zu deuteln. Das indische Delhi ist dasselbe Wort und auch als Ort desselben Ursprungs wie das Delphi aus dem Norden. Ich will meine Vermutung, die eine Gewißheit in dem Augenblicke wird, indem man sie ausspricht, gleich hier anführen, dass wir in Del, Dal, Teil, Tul und Tal, Twiel und vielen anderen Abwandlungen ein Schlüsselwort für jenes Heiligtum, für die letzte Thule, die äußerste, die heiligste Stadt der Erde, gefunden haben.

Ein Tal ist die Umkehrung einer Dalle, nämlich einer Beule, eines Bühels, eines Hügels, eines Berges, dessen Umkehrung wieder eine Grube, ein Grab ist. Ich bringe nun Delos, Delhi, Delphi und viele andere Dell- und Tellworte mit Thule, Thula, Toledo, auch Twiel, der lateinisch duellum hieß, usw. zusammen und erkenne darin die Bezeichnung für ein Heiligtum auf einem Teil („arabisch“), auf einer Dalle, auf einer Anhöhe. Das Wort Teil hat aber auch Beziehungen zur Zweiung, zum Tiwel, Zwiel, Twie, Zieh und Tie, zum Zweifel, Zwei-Fall, Zwiefall.

Die Paarung ist die Folge der Zweiung der Geschlechter. Ich sehe in diesen Tell-Heiligtümern vor allem auch Zuchtorte im Dienste des Lichtgottes, des Apoll, der nicht umsonst der schönste der Götter ist, wie sein nordischer Namensbruder Bal-der, der wie er ein Sohn des Zeus, des Ziu ist. Ich bringe nun diese Ausführungen in Zusammenhang mit dem Namen und den Aufgaben der Sueben, die wir als den Priesterstand oder -stamm der Germanen kennenlernten. Ihrem Namen haben wir bereits eine Deutung gegeben, die wir hiermit zu erweitern imstande sind. Die Ableitung Sueven, Sven, Schwaben, Schweden und Schweiz ist zu oft belegt, als dass sie bestritten werden dürfte. Von dem heute noch gültigen schwedischen Sven = Schwede und Sueve, Juif und Schweben ist kein allzu kühner Sprung zum Schwan, der ein ausgesprochen nordischer Vogel, zu den „Schweifenden“ gehört, der wie die Svene, die Sväne, die Sueben, die schwiefenden, schwebenden Arier des Nordens nach Süden schweift und schwebt, ein wundervolles Gleichnis, das uns umso selbstverständlicher dünkt, als der Schwan in Sage und Mythe des Nordens eine bedeutsame Rolle spielt. Wir wissen von den Schwanen-Jungfrauen, von den Walküren mit den Schwanen-Hemden und uns beginnt etwas zu schwanen von Zusammenhängen mit den Schwänen, Svänen und den Sueven, den schweifenden Priestern des Apoll, des Pohl. Apollo wird nun in der griechischen Überlieferung als der „Herr der Schwäne“ bezeichnet, Delphi als der Sitz des „Herren der Schwäne“.

Nach dem Ausgeführten dürften wir glaubhaft gemacht haben, dass dem Priesterstamm der Sueven der Apollo-Dienst im besondern oblag. Die Schwan-Sagen und -Erzählungen häufen sich geradezu um die beiden Heiligtümer auf Delos und in Delhi, so dass es nach allem zutreffend erscheint, wenn wir den Kern des Apollo-Kultus in der „Zeugung“, der Hochzucht sehen.

Hier ist vielleicht Gelegenheit über das Labyrinth zu reden. Das Labyrinth ist als Sinnbild der weiblichen Scheide, der Gebär-mutter, zu erkennen und nun wird uns die Opferung der Jungfrauen und Jünglinge im Labyrinth des Minotauros, des Mannstieres, Mann-Satyrs, des Menschzeugers, wie wir runisch übersetzen können, klar. Sie waren die glücklichen Opfer einer Rassenhochzucht. Diese edlen Jünglinge und Jungfrauen verschwanden für die Welt in den Labyrinthen im Dienste einer Sonnen-Zuchtreligion und damit können auch die Zeichen und Symbole des Christus ihren Charakter, als aus einer reinen Rassenreligion entsprungen, nicht verleugnen. Die Kirche hat alle Hochzucht in eine Nicht-Zucht umgebogen und mit der leiblichen auch die geistige Hochzucht unterbunden, vernichtet. Zum Überfluß zeigt die Abbildung noch die Fünfzahl, die Venuszahl, eingezeichnet, den Thruden-fuß. Die Vierzahl ist durch das Kreuz, den Vier-fuß, Feuer-fuß selbst gegeben. Aber Fuß-Fos = Zeugung, also die unter der Aufsicht der Thruden stehende Zeugung, Züchtung, die 5-Femf, Fehme (Recht) und die 4-Vier-rung, Führung ergeben zusammen die 9, die Vollendung.

Die Zeichnungen auf dem Kruge lassen wohl keinen Zweifel an der Bedeutung des Labyrinthes für den Menschenzuchtdienst. Das Labyrinth ist mit „Troia“ in Runen bezeichnet und erweist die Tempelstätten, die Steinkreise zugleich als Zeugungsstätten. Die Überlieferungen der Steintänze mit den Hochzeiten sprechen eine tausendjährige Sprache. Rechts des Labyrinthes Darstellungen der Vereinigung. Links davon, aus dem Labyrinthe herausreiten, die Erzeugnisse sozusagen. Im Muttermunde des Labyrinthes das Kreuz, das Zeichen der Kreuzung, der Vereinigung, so auch das christliche Kreuz als das Zeichen der Krug von Tagliatella Vereinigung im Irdischen und im Himmlischen erweisend.

Diese Zeichnungen zeigen Labyrinthe auf Münzen von Knossos auf Kreta, die große dritte Figur eine Steinsetzung, eine Trojaborg bei Wisby auf Gotland. Ein Labyrinth finden wir auch auf den schwedischen Felsbildern von Bohuslän. Diese Spirale, die dem Sonnenlauf entspricht, wie er in den nördlichen Breiten beobachtet wird, kommt in diesen Trojaburgen, in diesen Labyrinthen zu einem symbolischen Ausdruck. Wir finden diese Darstellungen auch in frühen französischen und italienischen Kirchen, die ja alle noch unter dem Einfluß der nordischen Einwanderer gebaut wurden. Wie die Insel Delos eine Pflanzstätte des nordischen Pohl, Bal-dur, A-pollo-dienstes wurde, so erscheinen auch die Labyrinthe im Süden, vor allem in Kreta als Gründungen der von Norden ausgehenden Trojaburgen. So ist Rom nach der Edda eine Trojaburg gewesen, denn dort heißt es noch: „Das was nun Roma genannt wird, hieß früher Troja.“

Dies ist einer der wertvollsten Hinweise auf die Beziehungen des Nordens zum Süden, die dem Norden noch bewußter blieben, als dem Süden, weil er der Gebende war.

Sehr wichtig ist darunter die Zeichnung eines Labyrinthes auf diesen vorgeschichtlichen Felsmeißelungen, wonach also Labyrinthe im Norden früher als in Kreta nachgewiesen sind. Das Bild ist ein wirksames Beispiel eines der vielen tausend Darstellungen der schwedischen Felsmeißelungen.

Die wirklichen Labyrinthe bestanden aus einer Springbahn von Steinblöcken. Unter den Labyrinthen der Bronzezeit ist das von Kreta mit seiner durch die Minotaurus-Sage am meisten bekannt. Es gibt in Europa eine große Anzahl solcher Anlagen verschiedener Ausführungen. In Schweden sind die erhaltenen Labyrinthe aus großen Kreisen von kleinen Blocksteinen. Man nennt sie gewöhnlich „Trojaburgen“, ein Wort, das nicht etwa entlehnt ist, sondern ursprünglich nordisch ist und seine Eigenschaft als ein Droja-Dreier-Wort erweist. Ein Berg in der Nähe der großen Felsbildstätten von Himmelstadlund in Schweden trägt auf den Karten des 17. Jahrhunderts den Namen „Trojaburgberg“ und wurde von der Stadt seit Alters als Festberg, zu Theatervorstellungen, Feuerwerk und Umzügen benützt.

Vergessen wir nie, dass aller echten Religion Menschen-Hochzucht im Leibe und im Geiste als ihre innerste Triebkraft eignet und wo dieses Ziel aus dem Auge verloren wurde, der Geist mit dem Leibe verfault, wie unsere Gegenwart zeigt.

Wir finden in Odhins Gefolge die Schwanen-Jungfrauen, die Raben und die Wölfe. Die Tiere Apolls sind ebenfalls Schwan, Rabe und Wolf. Wir wollen an dieser Stelle nur den Raben hervorheben, der, wo er in der Edda erscheint, immer „etwas weiß“, heißen doch auch die beiden Raben Wotans Hugin und Munin, „Gedank und Gedenk“. Wir sprachen an anderer Stelle von den „Raben“ und „Adlern“ als den Weisen und Stürmern in der alten Weltleitung. Beim Raben des Apollo finden wir zu unserer Überraschung den Beleg, dass diese Geheim-Überlieferung echt ist. Der Apollo-Priester Aristeas berichtet nach Herodot von einem sagenhaften Manne auf der Marmara-Insel, der in der Gestalt eines Raben der ständige Begleiter Apollos in einem früheren Dasein gewesen sei und der auch ein Epos über das blonde Volk der Arimaspen im Norden geschrieben habe. Es werden von ihm verschiedene Ereignisse erzählt, die ihn als einen großen Magier erweisen. Er ist wohl ein Eingeweihter Apolls gewesen, das ist so zu verstehen, dass er der Wesenheit des Apoll sich geweiht hatte. Gleichviel, wir sehen hier den Begriff des Raben mehrfach belegt im Sinne des davon abgeleiteten „hebräischen“ Rabbi, der allerdings nur noch der Nutznießer einer toten, unverstandenen Schrift- Gelehrsamkeit war.

Jetzt läßt sich auch die Mythe der Leda mit dem Schwane erleuchten und beleuchten. Es ist immer bedenklich, andere Leute, und seien es auch solche früherer Zeiten, für so töricht zu halten, dass sie diese Geschichten, Märchen und Mythen für bare Münze hielten, weil unsere Forscher sie für bare Münze nehmen, wenn auch in dem Sinne, dass sie der Meinung sind, die Alten hätten wörtlich daran geglaubt, weil sie noch so „rückständig“ gewesen seien.

Es ist mehr Einsicht in die Tatsachen, zu wissen, dass diese Sagen, Märchen und Mythen, sofern sie echt und alt sind, eine geheime Überlieferung mitführen, in einer Symbolsprache gehalten sind, die sich dem Wissenden enthüllen und als zuverlässige Geschichtsquelle zu erkennen geben.

Wer hat bisher eine vernünftige, befriedigende Erklärung dieses Mythos versucht von der Leda mit dem Schwan? Der in einen Schwan verwandelte Zeus besucht Leda, die Gemahlin des Königs Tyndareos und zeugt mit ihr zwei Töchter Helena und Klytämnestra und zwei Söhne, Kastor und Pollux. Das ist Sodomie, wenn man es ernst nimmt, und Wahnsinn, wenn man es glauben wollte. Hat die Mythenforschung eine befriedigende Antwort darauf oder auf hunderte ähnlicher Sinnbilder? Nein! Wir geben mit der Ur-Sprache den Schlüssel.

„Zeus“ ist der Zeuge-, der Zeuger-Vater, der Vater Apolls, des „Herrn der Schwäne“, der Schweifenden, der Sueben, der Priester des Rassenkultus der All-Arier, des „schönsten“ der Götter Olymps.

Wenn Zeus nun der Leda als Schwan beiwohnt, so kleidet sich die Geschichte der Aufzucht eines griechischen Königsgeschlechtes, die nordische Blutauffrischung durch die „Schwäne“, Swäne, Svene, Sueven in das Gewand einer Mythe, die in solcher Bildgestalt Jahrtausende überdauert, während ein trockener schriftlicher Bericht darüber schon längst der Vergessenheit, der Entstellung und der Zerstörung anheimgefallen wäre. Es erweist sich an diesem Beispiele für tausend andere, dass sich die mündliche Überlieferung in der Verhüllung einer geheimen Bildersprache als Mythe, Märchen oder Sage länger erhält als jede Inschrift auf Stein oder Erz. Das lebendige Gedanken-Bild erweist sich dem Schrift-Bilde in jeder Anwendung überlegen. Daraus schöpften die Alten die Erkenntnis und die Gepflogenheit, ihr Wissen nicht der vergänglichen Schrift anzuvertrauen, sondern dem Gedächtnis, dem inneren Auge und dem äußeren Ohr.

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