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Politik

Fukuyama über Staatsbürgernationalismus

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In seinem neuen Buch Identity versucht Francis Fukuyama, den Aufstieg weißer Identitätspolitik zu verhindern. Nichtsdestotrotz ist Identity ein sehr nützliches Buch für White Nationalists, weil es die Richtigkeit vieler unserer wichtigsten Prämissen eingesteht. In „Fukuyama über Vielfalt“, schreibe ich, dass Fukuyama zugibt, dass Vielfalt ein Problem ist und nur sehr schwache Gründe dafür angibt, dass ihr überhaupt ein Wert zukommt. Hier prüfe ich Fukuyamas Alternative zu weißer Identitätspolitik, nämlich eine konservative Form von farbenblindem Verfassungspatriotismus [ich verwende das Wort statt im folgenden civic nationalism mit Bürger-Nationalismus zu übersetzen; d. Ü.].

Die EU zum Funktionieren bringen.

Fukuyama konzentriert sich auf die EU statt auf einzelne europäische Staaten, weil er die EU eindeutig zum Laufen bringen will.

Er sagt, die EU wurde gegründet, weil „exklusive ethnische Definitionen von nationaler Identität die Wurzel der beiden Weltkriege waren, die Europa erlebt hat“ (S. 143). „Die Gründer der EU versuchten absichtlich die nationalen Identitäten auf dem Level der Mitgliedsstaaten zugunsten eines ‚postnationalen‘ Europäischen Bewusstseins zu schwächen, als ein Gegengift für die aggressiven Ethno-Nationalismen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (S. 143).

Es ist erstaunlich, dass das moderne EU-Projekt auf einer beinahe vollkommenen Umkehrung der historischen Wahrheit aufbaut. Der 1. Weltkrieg war keine Auseinandersetzung von Ethnostaaten, sondern Reichen: Das Britische, Französische und Russische gegen das Deutsche, Österreich-Ungarische und Türkische Reich. Der Krieg brach aus, weil das Österreich-Ungarische Reich mit dem Königreich Serbien – seinerseits ein multinationaler Staat – über das multinationale Territorium Bosnien aneinander geriet, als sie sich über die Aufteilung der balkanischen Anteile des Leichnams des multinationalen Türkischen Reiches balgten. Der ganze Krieg hätte jedoch vermieden werden können, wenn anstatt des Imperialismus der Ethnonationalismus die führende Kraft der Politik in Europa gewesen wäre und Grenzen und Völker bewegt worden wären, um homogene souveräne Heimatstaaten für alle Völker zu schaffen.

Die Folgen des 1. Weltkrieges, also der 2. Weltkrieg, hätten auf die gleiche Weise vermieden werden können. Und zwar wenn das Prinzip der nationalen Selbstbestimmung tatsächlich praktiziert worden wäre, anstatt nur gepredigt. Aber anstatt die multiethnischen Reiche soweit möglich in homogene Staaten aufzuteilen, teilten die Sieger Staaten wie Deutschland und Ungarn und schufen neue multiethnische Staaten wie die Tschechoslowakei und Jugoslawien.

Die Europäische Union wurde kurz gesagt auf Lügen gebaut. Die Weltkriege wurden nicht durch Nationalismus verursacht. Sie wurden durch die Unterdrückung der legitimen nationalistischen Hoffnungen der europäischen Völker durch multinationale Reiche, wie die EU, hervorgerufen.

Wie schlägt Fukuyama vor, soll man die EU zum Funktionieren kriegen? Fukuyama zufolge waren die größten Fehler der EU (1) nicht einen „starken Sinn für pan-europäische Identität, der die Identität der Mitgliedsstaaten verdrängt“ zu schaffen (S. 153) und (2) keine „demokratische Zurechenbarkeit“ zu schaffen, was die Bürger der EU-Staaten mit dem Gefühl zurückließ, „wenig empfundene Macht oder Kontrolle über die Institutionen, die Europa als Ganzes regierten“ zu haben (S. 144). Darum ist die Lösung, den Drang der EU zu intensivieren, die nationalen Identitäten zu zerstören, aber gleichzeitig demokratischer zu machen, damit die Technokraten den Protestierenden sagen können, „Ihr tut es selbst mit uns“. (Freilich würde diese Demokratie ein Schwindel sein, sonst würden Europäer wählen, die Zerstörung der Heimatstaaten zu wählen.)

Fukuyama schreibt:

Die Europäische Agenda muss beginnen, die nationalen Identitäten in ihren Bürgerrechten zu redefinieren. Idealerweise soll die EU eine einzige Staatsbürgerschaft schaffen, deren Voraussetzung die Befolgung grundlegender liberaler demokratischer Prinzipien wäre; sie sollte die nationalen Bürgerrechte ablösen… Es wäre hilfreich, wenn die EU sich demokratisieren würde, indem sie Kompetenzen von der Kommission zum Parlament verschöbe, und versuchte, die verlorene Zeit bei der Schaffung einer Europäischen Identität durch die Schaffung von angemessenen Symbolen und Narrativen, die durch ein gemeinsames Ausbildungssystem eingeimpft würden, hereinzuholen… Die Bürgerrechte von EU-Mitgliedsstaaten, die nach wie vor auf das ius sanguinis [das Recht des Blutes, das heißt, Bürgerschaft durch Abstammung] abstellen, durch das ius soli [das Recht des Bodens; das heißt: Bürger eines Staates ist, indem er auf dem Boden eines bestimmten Staates geboren wird, was Vox Day als „magischer Dreck“ verhöhnt] ersetzen, um nicht eine ethnische Gruppe gegenüber einer anderen zu bevorzugen. (S. 167).

Halten wir an dieser Stelle einen Moment inne, atmen tief ein und reflektieren über den merkwürdigen Verfall von Sprache, der erlaubt, solche überhitzte Jacobinische Fantasien eine Form von Konservatismus zu nennen.

Diese Vorschläge, sofern angenommen, würden den Tod der weißen Rasse und alle ihrer unterschiedlichen Völker in Europa bedeuten. Jede europäische Nation hat Fertilitätsraten unterhalb der Bestandserhaltung. Die Europäische Identität in inklusive liberaldemokratische Werte umzudefinieren, wird unvermeidlich zu offenen Grenzen führen. (Redet euch nichts ein: Das ist tatsächlich der eigentliche Zweck der Redefinition von Europas Identität als Offenheit.) Offene Grenzen und die garantierte Staatsbürgerschaft für jeden, der in europäischen Territorien geboren wird, wird zur Ersetzung der Europäer durch Nicht-Europäer in ein paar wenigen Generationen führen. Für Weiße bringt liberale Demokratie schließlich Offenheit und diese schließlich kollektiven Suizid. Und Fukuyama schlägt vor, Offenheit für demographische Auslöschung zum identitätsdefinierenden Wert für Europas Identität zu machen.

Ironischerweise registriert Fukuyama, dass „Vielfalt nicht die Basis für Identität in und für sich sein kann; das ist so, wie zu sagen, dass unsere Identität ist, keine Identität zu haben…“ (S. 159). Aber aus liberaler Demokratie eine Identität zu machen – definiert als notwendigerweise offen für Diversität – hat das exakt gleiche Problem. Als Konzept ist es inhaltsleer, wenn jedoch umgesetzt, kann es nur zur Vernichtung führen.

Aber werden unsere Ersetzer nicht „Europäer“ sein, wenn sie sich in unsere neue Europäische Identität assimilieren – also ebenfalls maximal offen für demographischen Austausch? Nein, natürlich nicht.

Zunächst einmal könnte es sein, dass nur weiße Menschen dumm genug sind, sich einen kollektiven Suizidpakt als ihre Identität verkaufen zu lassen.

Zweitens: Wieso sollte eine gesunde Population in das Wertesystem einer Rasse einschmelzen, die die großartigste Zivilisation der Weltgeschichte erbaut hat – und dann verrückt wurde und sie aufgab.

Drittens wäre es für Immigrantenpopulationen viel vorteilhafter, einfach vorzutäuschen, liberale demokratische Offenheit zu akzeptieren, jedoch strikte Präferenz für ihre eigenen Stämme zu praktizieren. Wahre Gläubige der liberalen Demokratie würden sich gegenüber dieser Form des Betruges blind stellen, weswegen die Gefahr gering ist, entdeckt und bestraft zu werden [ja, wie eigentlich, d. Ü.]. Sogar wenn Betrüger auffliegen würden, gäben sich die Linken nur selbst die Schuld (oder retrograd den xenophoben Weißen), hinreichend offen gewesen zu sein.

Viertens stellt sich Fukuyama eine demokratisierte EU vor, was heißt, dass sobald die weißen Bevölkerungen zu klein und schwach sind, die Hegemonie über ihre suizidalen Wertesysteme aufrecht zu erhalten, die Neuankömmlinge einfach wählen können, um es durch etwas, was ihnen mehr entspricht zu ersetzen, am wahrscheinlisten einem islamischen Staat. Es ist die absolute Höhe der Naivität zu glauben, dass sobald Nicht-Weiße in der Mehrheit sind, sie weiterhin Befehle von weißen Linken entgegennehmen.

Fukuyama hat ein paar spezielle Vorschläge für EU-Mitgliedsstaaten. Er preist Emmanuel Macron, der versucht Frankreichs Gewerkschaften zu zerbrechen und seine Arbeitsrechte zu „liberalisieren“ um es für mehr Schwarze und Moslems möglich zu machen, Jobs zu finden (S. 172). Kurz gesagt, soll die Beschäftigung der Migranten durch die sinkenden französischen Löhne und Lebensstandards bezahlt werden.

Er schlägt auch vor, das niederländische System von staatlich unterstützten kirchlichen Schulen zu zerschlagen und es durch ein einziges staatliches Ausbildungssystem mit standardisiertem Curriculum aus liberal demokratischen Küchenabfällen zu ersetzen – wiederum, um Moslems besser zu integrieren (S. 151, 171). Als ob niederländische Schulbuben und -mädchen nicht genug Probleme mit islamischen Jugendlichen außerhalbder Unterrichtszeit hätten.

Das sind sehr reale Bedrohungen für das Leben zahlloser Europäer. Dennoch versichert Fukuyama sorglos, dass „Die Region [ein finster-allgemeiner Terminus für Europa] nicht so sehr durch Migranten bedroht wird, als vielmehr durch die politischen Reaktionen, welche Migranten und kulturelle Vielfalt erzeugen“ (S. 153). Tatsächlich ist die entsetzlichste Gefahr für Europa liberale Demokratie. Die Verelendung von Frankreichs Arbeiterschaft; Mobbing und Vergewaltigung niederländischer Schulkinder; das Bataclan-Massaker; das Nizza-Massaker und unzählige andere terroristischen Angriffe auf europäischem Boden – diese Vorkommnisse bedrohen die Pläne von Leuten wie Fukuyama und der Führerschaft der EU nicht. Verelendung, kulturelle Annihilation und die rassische Ersetzung sind Teil des Plans. Ein billiger Preis, den man für die Umsetzung des Europäischen Traumes gerne bezahlt – genauer: den andere Leute bezahlen. Was die EU bedroht, sind aufwachende Europäer, die erkennen, dass der Traum der EU ihr Alptraum ist und die ihre Zerstörung zurückweisen.

Ist es wahrscheinlich, dass einer von Fukuyamas Vorschlägen umgesetzt wird? Natürlich nicht. Sogar der linkste und ethnomasochistischste EU-Mitgliedstaat würde diese Pläne zurückweisen. Man muss Fukuyama zugutehalten, dass er sich darüber im Klaren ist, dass seine Vorschläge keine realistische Chance auf Umsetzung durch die EU haben. Bestenfalls könnten sie in einigen bestimmten Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Das heißt in seinen eigenen Begriffen, dass liberale Demokratien zunehmen zwischen Identitätspolitik von Links und Identitätspolitik von Rechts polarisiert werden. Fukuyama warnt, dass „weiter unten auf dieser Straße zuletzt Versagen und Zusammenbruch des Staates liegen“ (S. 165).

Aber Zusammenbruch und Versagen sieht Fukuyama nur von jenen multikulturellen, multirassischen liberalen Demokratien, die keinen Assimilationismus oder die Konstruktion einer liberal-demokratischen „Identität“ zur Einigung durchführen. Es gibt jedoch auch eine andere Lösung: Die Erhaltung, Wiederherstellung oder Schaffung von rassisch und ethnisch homogenen Staaten durch das Bewegen von Grenzen und Menschen – und ich werde niemals müde werden zu erwähnen, dass Fukuyama zugibt, dass diese Prozesse in einer gänzlich gewaltlosen und ethischen Weise durchgeführt werden können.

Das multikulturelle Amerika zum Funktionieren bringen.

Fukuyamas Vorschlag, das multikulturelle Amerika zum Funktionieren zu bringen sind nicht plausibler. Er argumentiert im Wesentlichen für einen „liberalen, demokratischen“ multikulturellen bürgerlichen Nationalismus, der aus einem Bekenntnis und einer „protestantisch“ angehauchten Kultur besteht. Zuerst das Bekenntnis:

[Das] bekannte Verständnis von Amerikas Identität entwickelte sich als Resultat eines langen Ringens, das sich über nahezu zwei Jahrhunderte hinzog und einen ausschlaggebenden Bruch mit früheren Versionen von Identität, basierend auf Rasse, Ethnizität oder Religion. Amerikaner können stolz sein auf diese bedeutende Identität; sie basiert auf dem Glauben an das allgemeine politische Prinzip des Konstitutionalismus, der Rechtsstaatlichkeit, demokratischer Verantwortlichkeit und dem Prinzip, dass „alle Menschen gleich geschaffen wurden“ (was heute unter Einrechnung der Frauen interpretiert wird). Diese politischen Ideen kommen direkt aus der Aufklärung und sind die einzige mögliche Basis für die Einigung einer modernen liberalen Demokratie, die de facto multikulturell geworden ist. (S. 158).

Fukuyama verdient Anerkennung für das Eingeständnis, dass das Konzept des „bekennenden“ bürgerlichen Nationalismus der Amerikanischen Identität von Beginn an umstritten war und erst im 20. Jahrhundert dominant wurde – genauer gesagt in den 1960ern, mit dem Erfolg der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und der Aufhebung jener amerikanischen Immigrationsgesetze, die darauf gerichtet waren, Weißen eine gänzliche Mehrheit im Staat zu erhalten.

Fukuyama argumentiert, dass eine Bekenntnis-Identität nicht genug ist. Sie ist eine notwendige Voraussetzung, um eine multikulturelle liberale Demokratie funktionieren zu lassen. Aber sie ist keine hinreichende Voraussetzung. Die andere notwendige Voraussetzung ist, … eine gemeinsame Kultur, inclusive eines Sets von Tugenden. Aber diese gemeinsame Kultur muss inhaltlich leer genug sein, um irgendwie Multikulturalismus zu umfassen und sie muss von sämtlichen fixierten biologischen Kategorien wie Rasse und, ich vermute, Geschlecht, abgekoppelt sein. Fukuyamas Antwort ist die anglo-protestantische Kultur, abzüglich all dessen, was exklusiv anglo oder protestantisch ist, das heißt: beibehalten werden nur diejenigen Aspekte der anglo-protestantischen Identität, die sie zu einem kollektiven Suizidpakt machen.

Die einzige spezifische anglo-protestantische Tugend, die Fukuyama erwähnt ist, natürlich, der „Arbeitsethos“. Amerikaner arbeiten immerhin hart. Nicht so hart wie Asiaten, wie Fukuyama uns erinnert, aber auf jeden Fall härter als diese verweichlichten Europäer. Amerikaner respektieren harte Arbeit und ökonomischen Wettbewerb (und niedrige Löhne) so sehr, dass wir wiederholt die ethnische Homogenität unserer Gesellschaft untergraben haben, um hart-arbeitende und billige oder (oder nur billige) Immigranten ins Land zu holen. Und wenn weiße Amerikaner durch nicht-weiße Immigranten ersetzt werden, nun, dann ist das fair. Du hast doch nicht diese Wirtschaftsregion für eine Heimat gehalten, oder?

Und am Ende ist nichts speziell anglo oder protestantisch an der Wirtschaft. Als Produzenten und Konsumenten sind wir alle austauschbar. Wer arbeitet in Amerika dieser Tage hart? Fukuyamas Antwort ist: „Es ist ebenso wahrscheinlich, dass es ein koreanischer Lebensmittelladenbesitzer oder ein äthiopischer Taxifahrer oder ein mexikanischer Gärtner ist, wie eine Person von anglo-protestantischem Erbe, von Dividenden ihrem Country-Club lebt“ (S. 161).

Dieser Punkt ist aus einer Reihe von Gründen problematisch.

Erstens beweist er zu sehr, dass, weil da nichts spezifisch anglo-protestantisches am Marktstandort ist, da ebensowenig etwas spezifisch Amerikanisches ist. Der Markt und seine Tugenden sind global. Wieso sprechen wir also in diesem Zusammenhang überhaupt über irgendetwas Amerikanisches?

Zweitens ist die angemessene Reaktion eines amerikanisches Identitären auf dieses Konzept von Identität einfach, es zurückzuweisen. Wir weisen jede universelle, nicht-exklusive Identität zurück, die alle Menschen austauschbar macht. Es geht bei einer nationalen Identität um nichts anderes, als exklusiv zu sein. Es geht bei einem Heimatland um nichts anderes, als es als Geburtsrecht zu genießen und an die Nachkommen weiterzugeben. Es geht bei einem Heimatland um nichts anderes als darum, dass es uns gehört und wir zu ihm. Bedingungslos. Wir müssen es nicht verdienen. Wir müssen mit Fremden nicht darum ringen. Wieso sollten nicht die Amerikaner ihre Art Heimatland, diese Art Sicherheit haben – besonders wenn wir doch den anderen ihr Recht an ihren Heimatländern nicht streitig machen wollen?

Der einzige Grund, wieso jemand dich bitten wird, eine exklusive Form der nationalen Identität durch eine inklusive zu ersetzen, ist, dass er sich vorstellt, dich in deinem Heimatland zu ersetzen. Sobald du dich als ersetzbar definierst, wird jemand an deiner Stelle sein.

Drittens ist die Behauptung, dass ein Koreaner, ein Äthiopier, ein Mexikaner und ein WASP [White Anglo Saxon Protestant; d. Ü.] mit gleicher Wahrscheinlichkeit hart arbeiten, eine implizite Leugnung von biologischen Rassendifferenzen und eine Umarmung des sozialen Konstruktivismus‘, den Fukuyama anderer Stelle andeutet. Aber biologische Rassenunterschiede sind real, was heißt, dass eine zufällige Auswahl von WASPs und Koreanern viel wahrscheinlicher als Mexikaner oder Äthiopier im amerikanischen Wirtschaftssystem erfolgreich sind. Und Fukuyama gibt das ja implizit zu; denn wenn Rasse keine Rolle spielt, wieso ist sein hypothetischer Koreaner nicht ein Gärtner und sein hypothetischer Mexikaner nicht ein Lebensmittelwarengeschäftsbesitzer?

Schließlich sehe man sich die faule, schlampige Sprache an. Kein WASP „lebt von Dividenden in seinem Country-Club.“ Niemand lebt in Country-Clubs. Diese anti-WASP-Zeitungsente ist derartig abgegriffen, dass Leute sich nicht einmal davon gestört fühlen, dass sie nicht einmal notdürftig plausibel gemacht wird.

Werden Fukuyamas Vorschläge die liberale Demokratie in Amerika retten? Die Antwort ist nein.

Zunächst einmal: Obwohl Fukuyama sein Buch als einen Versuch anpreist, die Trump’sche Identitätspolitik abzuwehren, sind sein Ausblick und seine politischen Vorschläge im Kern ununterscheidbar vom Trump’schen Verfassungspatriotismus. Linke Demokraten werden also einfach das Buch Identity als einen unredlichen Versuch zurückweisen, Trump vorgeblich geißelnd, Trump’sche Politik zu befördern.

Zweitens, zu verlangen, dass sich Einwanderer assimilieren, selbst bloß in ein nahezu gänzlich inhaltsleeres liberales Bekenntnis und ebensolche protestantische Kultur, ist soweit die Linke betroffen ist, nach wie vor „Rassismus“ und „kultureller Imperialismus“. Wird Fukuyama tatsächlich das Tabu gegen Rassismus angreifen? Ich zweifle, dass er diesen Preis bezahlen will, was heißt, dass seine Vorschläge tote Buchstaben sind.

Wir White Nationalists haben im Gegensatz dazu kein Problem, wenn uns für Rassismus Feuer entgegenschlägt: Wir wählen unbeeindruckt unsere eigene Seite in ethnischen Konflikten. Wir zielen darauf, weiße Heimatstaaten zu schaffen oder wiederherzustellen, indem wir Menschen und Grenzen bewegen. Aber wir haben keinen Wunsch, Nicht-Weiße zu assimilieren oder von ihnen assimiliert zu werden. Wir wollen einfach getrennte Wege gehen. Darum geht es bei den getrennten Heimatstaaten, wo unterschiedliche Menschen unterschiedliche Lebensweisen üben können, ohne dass sie von außen daran gestört würden.

Drittens, sogar wenn Fukuyamas Ideen angenommen würden, wären sie nicht genug, um Amerika vor Weißer Identitätspolitik zu schützen. Weiße Identitätspolitik wird nicht einfach durch Linke Identitätspolitik angetrieben und kann darum einfach dadurch ausgetrocknet werden, indem linke Identitätspolitik abgedreht wird. Weiße Identitätspolitik wird vielmehr von den Konsequenzen linker Identitätspolitik angetrieben, besonders Weißer Ersetzung. Aber sogar, wenn die Linke in ihrer Identitätspolitik innehielte, wäre die Ersetzung der Weißen dennoch in Fukuyamas Plänen angelegt, weil die Grenzen offen, weiße Geburtenraten niedrig und nicht-weiße Geburtenraten hoch blieben. Aber sowie die weiße Mehrheit weiterhin schrumpft, wird weißer Ethnozentrismus fortfahren zu wachsen und Weiße Identitätspolitik anfachen.

Viertens: Sogar, wenn wir alles von Fukuyamas Politik umsetzen würden, würden nur Weiße mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an sie glauben und multikulturellen Verfassungspatriotismus leben – weil auch heute nur Weiße daran glauben. Es gibt nichts in Fukuyamas Plänen, der Nicht-Weiße davon abhielte zu betrügen: Nach außen hin liberalen demokratischen Universalismus zu bekunden und verlangen, entsprechend behandelt zu werden, aber im Verborgenen Präferenzen für ihre eigenen Stämme zu leben. Daher würde Fukuyamas Lösung nur den andauernden Prozess der Ersetzung der Weißen intensivieren. Allerhöchstens würde der Gegenschlag des Pendels verlangsamt, indem die Menschen dafür geblendet wären, was wirklich passiert. Aber es könnte auch sicherstellen, dass die Gegenschwingung viel stärker ausgeprägt ist, sobald sie eintrifft.

In ihren Herzen – glaube ich – denken viele Verfassungspatrioten, dass Amerika und Europa einen falschen Weg einschlugen, als sie ihre Grenzen öffneten und die Vielfalt umarmten. Aber sie sind nicht willens, ins Auge zu fassen, das soziale Engeneering der Linken beiseite zu rollen, speziell die katastrophalen demographischen und kulturellen Trends des letzten halben Jahrhunderts. Das ist ein gigantisches Versagen von Einbildungskraft und Courage.

Man bedenke etwa Fukuyamas Kommentar zu den Millionen von illegalen Fremden in Amerika:

Es ist … lächerlich zu denken, dass die Vereinigten Staaten alle diese Menschen dazu zwingen können, das Land zu verlassen und zu ihren Heimatstaaten zurückzukehren. Ein Projekt dieser Größenordnung wäre eine angemessene Aufgabe für Stalins Sowjetunion oder Nazi-Deutschland. (S. 176).

Wenn es für Leute möglich ist, in die US zu gelangen, ist es für sie auch möglich wieder zu gehen. Wahrhaft lachhaft ist, zu denken, dass das Drehkreuz im Grenzübergang sich nur in eine Richtung dreht. Außerdem haben die US zweimal im 20. Jahrhundert Millionen von Mexikanern dazu gezwungen nach Mexiko zurückzukehren und in beiden Fällen kam es nicht zu einem Genozid. (Wir werden einen Wall brauchen, damit wir sie nicht ein viertes Mal deportieren müssen.) Schließlich: Hat nicht Fukuyama höchstselbst, und zwar auf Seite 142 des gleichen Buches behauptet, dass ethnische Säuberungen auf ethische Weise und gänzlich gewaltlos vor sich gehen können?

Wegen dieses Versagens von Moral und Vorstellungskraft werden Autoren wie Fukuyama getrieben, provisorische, behelfsweise Ideologien wie den „liberalen demokratischen“ multikulturellen Verfassungsnationalismus zu schaffen. Wenn du glaubst, dass Linksstaat und Vielfalt die Zivilisation zerstören, aber du zu viel Angst hast, den Schaden rückgängig zu machen, ist deine einzige Hoffnung, den Niedergang aufzuhalten, der ethnische Vielfalt eine Trug-Einheit aufzuzwingen, indem man ein inklusives Bekenntnis und eine inklusive Kultur zusammenkocht und dann zu verlangen, dass die Menschen sie aufnehmen.

Ein anderer Grund, wieso ein farbenblinder Verfassungspatriotismus Fukuyama gefällt, ist einfach, dass er nicht weiß ist. Ganz egal wie fest seine Überzeugung sein mag, dass Multikulturalismus und Einwanderung katastrophale Konsequenzen haben, wird er doch niemals eine Alternative überlegen, die seine Anwesenheit und Aufwärtsmobilität nicht sichert.

Um Verfassungspatrioten wie Fukuyama zu besiegen, müssen wir nicht nur zeigen, dass ihre Lösungen nicht funktionieren, sondern auch, dass die Schaffung von rassisch und ethnisch homogenen Heimatstaaten sowohl moralisch als auch umsetzbar ist. Die Linke zerstört die Weiße Zivilisation und Neocons wie Fukuyama können sie nicht retten. Es ist Zeit für sie zur Seite zu treten und die Ethnonationalisten übernehmen zu lassen.

Nachwort

Identity ist ein schlechtgeschriebenes Buch. Es ist repetitiv, aufgebläht und schlecht strukturiert. Es hat auch eine Reihe von Stellen, an denen ich tatsächlich laut aufgelacht habe. Um mit einem leichten Ton zu enden, werde ich ein paar teilen.

In seinem Vorwort schreibt Fukuyama: „Megalothymia [das ist das Bedürfnis, von anderen als überlegen anerkannt zu werden; d. Ü.] leitet sich vom Außergewöhnlichen ab: Große Risiken einzugehen, monumentales Ringen zu beginnen, große Effekte anzustreben, weil all diese dazu führen, dass man im Vergleich zu anderen als überlegen wahrgenommen wird. In manchen Fällen, kann das zu heroischen Führern wie einem Lincoln oder einem Churchill oder einem Nelson Mandela führen. Aber in anderen Fällen, kann es zu Tyrannen führen, wie Caesar oder Hitler oder Mao, die ihre Gesellschaften in Diktatur und Katastrophe führten“ (S. XIIIf).

Auf Seite 34 schreibt Fukuyama: „Rousseaus Versicherung, dass Stolz erst an einem bestimmten Punkt der sozialen Evolution entsteht, ist merkwürdig: Sie bettelt geradezu um die Frage, wie solch ein intrinsisches Gefühl spontan als Antwort auf externe Stimuli entstehen kann.“ „Bettelt um die Frage“ bezieht sich konventionsgemäß auf einen logischen Fehler und ist hier klar unangebracht. Fukuyama meint „wirft die Frage auf“. Das ist ein überaus gängiger Fehler im gesprochenen Englisch, der es aber selten in Bücher von angesehenen Verlagen schafft.

Auf Seite 70 schreibt Fukuyama über Jihadis: „Als sie in Syrien auftauchten, mit einem langen Bart und bewaffnet mit einer AK-47 oder eine mörderische Attacke auf ihre Mit-Europäer inszenierend, beteuerten ihre Familien stets Überraschung und Ungläubigkeit bezüglich ihres Wandels.“ Erstens einmal tragen die meisten Jihadis amerikanische Waffen. Zweitens „Mit-Europäer“. Drittens ist lustig, von augenscheinlichen islamischen Beteuerungen von Überraschung und Unglauben zu sprechen, obgleich ihre Religion sie lehrt, Ungläubige als Waffe des Jihads anzulügen.

Der eigentliche Schenkelklopfer kommt auf Seite 176: „… die Vereinigten Staaten beherbergen eine Population von 11-12 Millionen undokumentierter Fremder… Die Idee, dass es sich bei ihnen sämtlich um Kriminelle handelt, weil sie das US-amerikanische Recht gebrochen haben, um ins Land zu kommen, ist lachhaft.“ Wenn du mal auf der Anklagebank sitzt, solltest du vorschlagen, dass dein Anwalt Fukuyamas Argument verwendet: „Herr Richter, die Idee, dass mein Klient ein Krimineller ist, nur weil er das Recht gebrochen hat, ist lächerlich.“

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