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Politik

Kindersexpuppen auf Amazon sorgen für Entsetzen

Auf Amazon werden diverse Sexpuppen mit kindlichem Aussehen verkauft. Der Online-Händler verweist auf Verkaufsrichtlinien.

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Der Verkauf von Kindersexpuppen auf Amazon sorgt für Empörung. Wie die Autorin Jasmin Schreiber auf Twitter aufzeigte, können problemlos Puppen verschiedener Hersteller bestellt werden. Die bei den Produkten mitgelieferten Fotos sind absolut verstörend. Neben Mädchen mit kindlichem Gesicht und großen Brüsten finden sich auch kleine Kinderkörper ohne entsprechend ausgebildete Geschlechtsmerkmale.

Kinderbeine als Sexspielzeug

Ein Hersteller verkauft sogar Unterkörper als Sexspielzeug, welche die Beine eines kleinen Kindes zeigen. Das ist deswegen ersichtlich, da diese in einer Reihe neben vier weiteren Unterkörpern auf einem Bett drapiert sind. Der Hersteller rühmt sich damit,  eine “absolut realistische Erfahrung” bieten zu können. Die Unterkörper verfügen über zwei Öffnungen für Anal- und Vaginalpenetration.

Die Verpackung wird mit “diskret”, der Versand mit “schnell” beworben. Die Puppe wird in Größen von 55 bis 100 Zentimeter angeboten und aus China versandt. Sie wird nicht direkt von Amazon, sondern über einen Dritthändler um knapp 140 Euro verkauft. Neben diesem besonders verstörenden Produkt finden sich aber auch noch Dutzende weitere Ganzkörper-Puppen, die mehrere Hundert Euro kosten. Mit einer Größe von 125 Zentimeter und einem Gewicht von 20 Kilogramm sind auch sie eindeutig einem Kinderkörper nachempfunden.

Auf Twitter sorgen die entdeckten Kinderpuppen für Entsetzen und Unverständnis. Während einige den gesetzlichen Aspekt thematisieren – ob solche Puppen in Deutschland oder Österreich legal besessen und verkauft werden dürfen, muss in erster Linie Amazon heftige Kritik einstecken. Für Unverständnis sorgt bei einigen Usern auch, dass derartig fragwürdige Produkte nicht auf einfachem Weg gemeldet werden können.

Die Kritik am Verkauf solcher Kindersexpuppen über Amazon ist nicht neu. Schon 2017 reagierte der Online-Händler auf einen kritischen Medienbericht und entfernte zumindest einige der beanstandeten Produkte. Die Maßnahme war aber offenbar nicht nachhaltig, die Vielzahl an entsprechenden Puppen und eindeutigen Fotos lassen zudem den Schluss zu, dass es an Kontrollmechanismen fehlt.

Amazon entfernt Puppen nach futurezone-Anfrage

Bei Amazon verweist man auf futurezone-Nachfrage knapp auf die eigenen Verkaufsrichtlinien. “Amazon-Verkaufspartner sind unabhängige Unternehmen und müssen sich an unsere Verkaufsbedingungen halten, wenn sie in unserem Store verkaufen. Erlangen wir Kenntnis über einen Verstoß, ergreifen wir entsprechende Maßnahmen, die die Schließung des Kontos beinhalten können. Die fraglichen Produkte sind nicht mehr erhältlich”, teilte eine Amazon-Sprecherin mit.

Die von der futurezone direkt bei Amazon beanstandeten Produkte hat der Onlinehändler in der Zwischenzeit tatsächlich entfernt. Eine kurze Suche der futurezone nach anderen Produkten der betreffenden Hersteller zeigte aber weiterhin viele derartige Einträge. Die Frage, inwiefern solche Produkte es überhaupt auf die Plattform schaffen – und dort offenbar über Tage und Wochen unentdeckt bleiben, blieb unbeantwortet.

Diskussion um Verbot

Während der Verkauf von Puppen, die eindeutig einen Kinderkörper imitieren, in Österreich verboten ist, ist der Besitz und der Erwerb derartiger Puppen in Deutschland und Österreich straffrei. Ob das künftig verboten werden soll, wird kontrovers diskutiert. In der Tageszeitung “Der Standard” forderte der Wiener Therapeut Jonni Brem zuletzt ein Verbot, da die Puppen “die Fixierung verstärken”. Psychotherapeutin Cancola Reingard wiederum bewertet ein etwaiges Verbot eher als populistische Maßnahme.

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