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Politik

Mutter verkauft Sohn (9) an Pädophile

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Dieser Fall hat ganz Deutschland schockiert:Eine Frau bot ihren neunjährigen Sohn gegen Geld im Internet an. Zahlreiche Pädophile schlugen zu und „mieteten“ das Kind, um es zu missbrauchen. Auch der Lebensgefährte der Mutter war an den Taten beteiligt. Es war der schwerwiegendste Fall von Kindesmissbrauch, den das Landeskriminalamt Baden-Württemberg je bearbeitet hat. In Freiburg startete nun der erste Prozess.

41-JÄHRIGER IST SCHON WEGEN KINDESMISSBRAUCHS VORBESTRAFT

Im Januar 2018 kamen die Ermittler dem Pädophilenring dank eines anonymen Hinweises auf die Schliche. Nun muss sich der erste mutmaßliche Peiniger des Kindes vor dem Landgericht Freiburg verantworten. Dem 41-jährigen wird vorgeworfen, den Neunjährigen mindestens zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Die Taten ereigneten sich im Juli und September 2017. Er ist wegen schwerer Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung sowie schwerer Zwangsprostitution angeklagt.

Er ist bereits wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestraft. 2009 hatte er eine Zehnjährige in ein Maisfeld gelockt und sie missbraucht. Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann darum eine lange Haftstrafe. Die Staatsanwältin Nikola Novak will außerdem eine Sicherungsverwahrung für den Mann durchsetzen.

Während der Angeklagte seine Aussage vor Gericht machte, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, weil es um das Sexualleben des Mannes ging. Im Vorfeld hatte der 41-Jährige bereits angekündigt, ein Geständnis ablegen zu wollen. Auch gegenüber einem psychiatrischen Gutachter hatte er die Taten schon eingeräumt, erklärte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin.

Damit ist der Fall aber noch nicht abgeschlossen. Außer dem 41-Jährigen sitzen noch sieben weitere Verdächtige in Untersuchungshaft, die den Jungen sexuell missbraucht haben sollen – einige davon sogar mehrmals. Den Männern soll jetzt nach und nach der Prozess gemacht werden.

PROZESS GEGEN MUTTER UND LEBENSGEFÄHRTE STARTET IM JUNI

Auch die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte warten auf ihren Prozess, der im Juni starten soll. Die beiden hatten den Neunjährigen nicht nur im Internet für sexuelle Handlungen angeboten, sondern ihn auch selber jehrelang missbraucht, so die Ermittler.

Seitdem der Junge im Januar aus dieser Hölle befreit wurde, lebt er in staatlicher Obhut. Im Prozess gegen seinen 41 Jahre alten Peiniger tritt er als Nebenkläger auf. Um dem Neunjährigen ein weiteres Trauma zu ersparen, muss er aber nicht vor Gericht erscheinen und aussagen. Er wird durch eine Anwältin vertreten, die sich auf Opferschutz spezialisiert hat.

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