Privatsphäre-Einstellungen

Facebooks Messengerdienst WhatsApp hat vor Kurzem die Datenschutzrichtlinien aktualisiert, was viele verärgerte Benutzer dazu veranlasst hat, zu alternativen Messenger-Apps wie beispielsweise Telegram zu wechseln. Infolge diese Nutzerflucht kamen in den letzten Tagen 25 Millionen neue Benutzer zu Telegram und die Messaging-App erreichte den Meilenstein von 500 Millionen aktiven Anwendern. Ein ausgezeichneter Zeitpunkt, um sich mit der Sicherheit und Privatsphäre von Telegram zu befassen.

Wenn Sie nicht unnötig gewisse Details mit allen über 500 Millionen Telegram-Benutzern teilen möchten, ist es ratsam die Privatsphäre Ihres Profils richtig einzustellen. Gehen Sie hierfür in Telegram zu den Privatsphäre-Einstellungen und ändern Sie die Standardeinstellungen – alle Optionen und Daten sind standardmäßig für alle verfügbar. Wir empfehlen folgende Einstellungen:

  • Telefonnummer → Wer darf meine Nummer sehen? — Niemand.
  • Telefonnummer → Wer darf mich unter meiner Nummer finden? — Meine Kontakte.
  • Zuletzt gesehen → Wer darf meinen Online-Status sehen? — Niemand.
  • Profilbilder → Wer darf mein Profilbild sehen? — Meine Kontakte.
  • Anrufe → Wer kann mich anrufen? — Meine Kontakte (oder Niemand, wenn Sie dies bevorzugen).
  • Anrufe→ Peer-to-Peer — Meine Kontakte (oder Niemand, wenn Sie Ihre IP-Adresse nicht mit Chat-Partnern teilen möchten).
  • Weiterleitung → Wer darf beim Weiterleiten meiner Nachrichten eine Verknüpfung zu meinem Konto hinzufügen? — Meine Kontakte.
  • Gruppen → Wer kann mich in Gruppen einladen? — Meine Kontakte.

Sicherheitseinstellungen

Da wir gerade beim Thema sind, nehmen Sie sich doch eine paar Minuten Zeit für die Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen in Telegram. Tippen Sie oben links auf die drei Striche, wählen Sie den Menüpunkt Einstellungen und dann Privatsphäre und Sicherheit.

Zuerst ist sicherzustellen, dass niemand Ihre Nachrichten lesen kann, wenn Sie versehentlich Ihr entsperrtes Gerät aus den Augen verloren haben. Tippen Sie hierfür auf Pincode-Sperre und aktivieren Sie dann die Sperre oben rechts. Sie werden aufgefordert einen Pincode einzugeben. Denken Sie sich einen Pincode aus, den Sie nicht vergessen werden, geben Sie den Code ein und speichern Sie ihn.

Tippen Sie daraufhin auf Auto-Sperre und geben Sie einen niedrigen Wert ein, beispielsweise 1 oder 5 Minuten. Wenn Ihr Gerät Fingerabdruck oder Gesichtserkennung unterstützt, können Sie auch diese Optionen hier zur Endsperrung einstellen.

Nun geht es mit der Zweistufigen Bestätigung weiter, um Ihr Account vor Hijacking zu schützen. Telegram nutzt keine Passwörter, sondern legitimiert sich über den Zugriff auf die Mobilfunknummer, deshalb haben Sie die Möglichkeit für die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein zusätzliches Passwort einzurichten.

Wählen Sie hierfür im Reiter Privatsphäre und Sicherheit und darauf Zweistufige Bestätigung (Telegrams Begriff für 2FA) und richten Sie ein starkes Passwort ein. 

Telegram-Sicherheit für besonders Vorsichtige

Die oben angegebenen Tipps sind für die meisten Benutzer ausreichend, aber es gibt noch ein paar mehr Tipps für besonders vorsichtige Benutzer:Sie können sich bei Telegramm mit einer separaten Telefonnummer anmelden – sogar mit einer virtuellen statt einer echten Rufnummer. Verwenden Sie hierfür allerdings keine Wegwerf-Handnummer, weil sonst möglicherweise jemand anders auch auf Ihren Account zugreifen könnte. 

Verwenden Sie ein VPN (virtuelles privates Netzwerk), um Ihre IP-Adresse zu verstecken (die Telegram preisgeben kann, wenn es beispielsweise von Strafverfolgungsbehörden angefordert wird). Wägen Sie die Möglichkeit ab eine andere App zu verwenden – eine die sich besser für private Kommunikation eignet, wie zum Beispiel Signal oder Threema. Im Gegensatz zu Telegram verschlüsseln diese Apps standardmäßig alle Chats und bieten außerdem eine Vielzahl an Privatsphäre-Optionen. Adlerdings sind solche Apps nicht so beliebt und es fehlen einige der Funktionen, die Benutzer dazu anregen mit Telegram zu kommunizieren.

Vergessen Sie nicht, dass selbst der sicherste Messenger nutzlos ist, wenn jemand Zugriff auf Ihr Gerät erhält, egal ob direkt auf das Gerät oder remote. Daher empfehlen wir alle Geräte grundsätzlich mit einem Passwort oder Pincode zu sperren, die Apps und installierte Betriebssysteme regelmäßig zu aktualisieren und eine zuverlässige Antiviren-Lösung zu verwenden, um sich gegen Malware zu schützen.

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